
SPÖ-Wimmer: Ernüchternde Ergebnisse bei Kinderbildung „kein Grund für überbordende Begeisterung“
Kindertagesheimstatistik bringt ernüchternde Ergebnisse – Barcelona-Ziele in weiter Ferne – SPÖ fordert Rechtsanspruch auf Kinderbildung
Die heute veröffentlichte Kindertagesheimstatistik für das Kindergartenjahr 2022/2023 zeigt einmal mehr ernüchternde Ergebnisse in der Kinderbildung und -betreuung in Österreich. Noch immer sind die Zahlen weit entfernt von den angestrebten Barcelona-Zielen. SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer: „Österreich kann noch immer keine annähernd zufriedenstellenden Fortschritte bei der Kinderbetreuung verzeichnen. Das ist sicher kein Grund für die überbordende Begeisterung, die Ministerin Raab an den Tag legt.“ ****
Gerade einmal bei 32,1 Prozent liegt die Betreuungsquote bei den Unter-3-Jährigen. Das EU-weite Ziel liegt inzwischen bei 45 Prozent. „Eine flächendeckende, qualitätsvolle Kinderbetreuung mit ausreichend Plätzen und flexiblen, an die Arbeitszeiten der Eltern angepassten Öffnungszeiten, sind ein zentraler Faktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es ist jedoch deutlich, dass die Regierung kein großes Interesse an einer Verbesserung der Situation hat, denn alle Vorstöße der SPÖ, endlich den Rechtsanspruch auf Kinderbildung ab dem ersten Lebensjahr zu ermöglichen, werden von Türkis-Grün auf die lange Bank geschoben oder abgelehnt. Diese Blockadehaltung der Regierung führt dazu, dass die Bedürfnisse der Familien in Österreich ebenfalls auf der Strecke bleiben“, so Wimmer.
Die SPÖ-Familiensprecherin fordert daher die österreichische Regierung auf, ihre Anstrengungen zur Erreichung der Barcelona-Ziele massiv zu verstärken. Um die Betreuungsquote bei Unter-3-Jährigen zu steigern und eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten, brauche es ein klares Bekenntnis zum Rechtsanspruch auf Kinderbildung und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Bund und Ländern. Petra Wimmer: „Die Regierung muss die Anliegen der Familien endlich ernst nehmen und konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Lebensbedingungen der Familien in Österreich nachhaltig zu verbessern. Wir brauchen in Österreich endlich eine Regierung, die das Thema Kinderbildung ernst nimmt, ansonsten bleiben die Barcelona-Ziele und damit echte Wahlfreiheit für Familien in weiter Ferne.“ (Schluss) ts/lp
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