„WELTjournal“-Reportage „30 Jahre Fairtrade – ein Gütesigel und seine Grenzen“ am 27. September um 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Mit jedem Einkauf die Welt ein kleines Stück besser machen – so das Versprechen des bekannten Fairtrade-Gütesigels. Wer ein Fairtrade-Produkt kauft, soll das gute Gewissen haben, dass Bauern und Bäuerinnen, die am anderen Ende der Welt Kaffee, Kakao oder Bananen anbauen, unter guten Bedingungen arbeiten können und fair bezahlt werden. Viele Konsumentinnen und Konsumenten vertrauen darauf: Im vergangenen Jahr wurde allein in Österreich mit Fairtrade-Produkten eine halbe Milliarde Euro Umsatz erzielt. Doch wie erfolgreich konnte damit Armut und Ausbeutung im globalen Süden bekämpft werden? Macht es für die Menschen tatsächlich einen Unterschied, ob man fair gehandelten Kaffee kauft oder nicht? Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 27. September 2023, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „30 Jahre Fairtrade – ein Gütesigel und seine Grenzen“.

„WELTjournal“-Reporterin Vanessa Böttcher ist nach Guatemala und Ruanda gereist und hat dort Kaffeebauern und -bäuerinnen getroffen, die für Fairtrade produzieren. Sie begleitet den Salzburger Kaffeeeinkäufer Franz Denk, der vor mehr als 30 Jahren den ersten fair gehandelten Kaffee von Guatemala nach Österreich und Deutschland exportierte, zu jenen Bauern, mit denen alles begonnen hat. „Der Preis, den wir für den Kaffee bekommen, ist immer noch sehr gering, aber wir können heute ein gutes Leben führen, weil wir nicht mehr nur vom Kaffee abhängig sind“, erzählt Miriam Alvarez, Leiterin der ersten Fairtrade-Kooperative. Durch die Prämienzahlungen, die sie von Fairtrade bekommen, konnten sie in Infrastruktur investieren und die Landwirtschaft auf professionellere Beine stellen – heute sind sie nicht mehr nur Bäuerinnen und Bauern, sondern Unternehmer:innen. Doch nicht alle profitieren gleichermaßen von Fairtrade. In Ruanda etwa liegt der Verdienst von Arbeiterinnen, die den Fairtrade-Kaffee schälen und trocknen, immer noch weit unter der Armutsgrenze. In Guatemala ist besonders in der Kaffeelandwirtschaft Kinderarbeit ein großes Problem, das trotz Fairtrade in den vergangenen Jahren noch gestiegen ist.

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