Grüne Wien/Kraus, Prack zu GIS-Landes- und Zweitwohnsitzabgabe: „Chance für Wiener Leerstandsabgabe wieder verpasst“

Ohne Leerstandsabgabe lässt Rot-Pink die Tür für Immobilienspekulation und Wohnraub sperrangelweit offen.

Die Abschaffung der GIS-Landesabgabe sei zwar längst überfällig und zu begrüßen, heißt es bei den Wiener Grünen. Gleichzeitig hat die Rot-Pinke Stadtregierung bei der angekündigten Zweitwohnungsabgabe jedoch wieder eine Chance auf eine allgemeine – und dringend notwendige – Leerstandsabgabe liegen gelassen.

„Jede leerstehende Wohnung raubt Wohnungssuchenden ein Zuhause. Während Tirol, Salzburg und die Steiermark bereits Leerstandsabgaben eingeführt haben und Vorarlberg gerade eine auf den Weg gebracht hat, bleibt Wien gegen Wohnungsleerstand untätig. Wir werden mit der Volksbefragungsinitiative „ZU HAUSE ZU TEUER“ entschlossen für konsequente Maßnahmen gegen Wohnungsleerstand in Wien kämpfen“, so Peter Kraus, Parteivorsitzender Grüne Wien.

Bei den Grünen verweist man auch darauf, dass der Stadt auch durch Wohnungsleerstand hohe Kosten entstehen: „Die städtische Infrastruktur muss auch für leerstehende Wohnungen errichtet und aufrechterhalten werden. Die Eigentümer:innen von leerstehenden Wohnungen leisten dazu bisher überhaupt keinen Beitrag. Die Begründung der Stadtregierung für eine Zweitwohnungsabgabe müsste umso mehr für eine Leerstandsabgabe gelten“, so Georg Prack, Wohnbausprecher Wiener Grünen.

Wien hat laut einer aktuellen Auswertung der Statistik Austria einen Anteil von 9,7 Prozent an leerstehenden Wohnungen (104.272 Wohnungen und Häuser). Etwa die Hälfte, also 52.000 Wohnungen ist als spekulativer Leerstand einzuordnen. „Während zehntausende Wohnungen leer stehen, suchen Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Rot-Pink lässt diesen Wohnraub weiterhin ungehindert zu“, so Kraus und Prack abschließend.

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