SJ-Schindl: „Von ‚Fröhlichen Weihnachten‘ kann für viele Frauen keine Rede sein.“

Medienaktion der Sozialistischen Jugend anlässlich der anstehenden Weihnachtsfeiertage

„Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Für viele Menschen bedeutet das Besinnlichkeit, Ruhe und Feiern mit den Liebsten. Für sehr viele Frauen kann davon jedoch keine Rede sein. Rund um die Feiertage nimmt die Gewalt an Frauen im engsten Familienkreis drastisch zu. Und gerade in dieser Zeit ist es vielen Frauen nicht möglich, sich an Freund*innen oder Arbeitskolleg*innen zu wenden. Es braucht hier dringend eine politische Lösung, es darf nicht länger zugesehen werden!“, so Fiona Schindl, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich (SJ), im Rahmen einer Medienaktion vor dem Parlament.

Bei der Medienaktion wurde ein „zerstörtes“ Weihnachtsfest dargestellt, welches auf drastische Weise die Zunahme an Gewalt gegen Frauen während der Feiertage symbolisieren soll. Für Schindl ist Gewaltschutz in erster Linie eine politische Frage: „Effektiver Gewaltschutz für betroffene Frauen ist eine Frage des politischen Willens. Viele Frauen wissen noch immer nicht, an welche Stellen sie sich im Falle des Falles wenden können. Zugleich sieht das Budget der Bundesregierung für Gewaltschutz nur einen Bruchteil jener Summe vor, die verantwortliche Organisationen wie die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser fordern, um effektiv arbeiten zu können. Das zeigt wieder einmal, dass der Regierung – und besonders unserer Frauenministerin Raab – die Sicherheit der Frauen in Österreich relativ egal zu sein scheint. Es braucht dringend eine Ausfinanzierung des Gewaltschutzes in Österreich statt leeren Versprechungen!“, so Schindl.

Die Aktion stellt zugleich das Ende der SJ-Kampagne „#NICHTOKAY“ dar, mit der die Sozialistische Jugend auf Sexismus im Alltag junger Frauen aufmerksam machen wollte: „Sexismus ist noch immer ein allgegenwärtiges Problem in unserer Gesellschaft. Egal ob in der Schule, in der Arbeit oder in der Freizeit – gerade junge Frauen haben es tagtäglich mit sexistischen Strukturen zu tun. Mit unserer Kampagne wollten wir auf diesen Umstand aufmerksam machen und zeigen, dass sexistisches Verhalten niemals „okay“ ist oder sein kann. Als SJ werden wir jedenfalls weiter für eine Welt kämpfen, in der niemand aufgrund des Geschlechts benachteiligt wird.“, so Schindl abschließend.

Fotos der Aktion sind unter folgendem Link frei verfügbar: LINK

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