
Frauenring: Last der unbezahlten Arbeit ist noch immer Frauensache
Zeitverwendungsstudie zeigt mehr denn je ungleiche Verteilung der Arbeit auf
„Die heute veröffentlichte Zeitverwendungsstudie liefert den Beweis dafür, dass die Gesellschaft zum überwiegenden Teil von der unbezahlten Arbeit von Frauen getragen wird. Eine Gesellschaft, die dankend diese unbezahlte Arbeit von Frauen akzeptiert, aber nicht bereit ist, diese auch entsprechend abzugelten. Eine Gesellschaft, die es noch immer akzeptiert, dass Frauen keine oder sehr wenig Anerkennung für diese Arbeit erhalten, weder in Form von eigenständiger sozialer Absicherung noch als Vorsorge gegen Altersarmut“, kritisiert die Vorsitzende des Österreichischen Frauenringes, Klaudia Frieben.
„Wenn sich nun ergibt, dass Frauen täglich durchschnittlich mit bezahlter Arbeit 3:19 Stunden verbringen und mit unbezahlter Arbeit 4:19 Stunden, dann wird deutlich, dass die Rollen in Österreich einzementiert sind. Hausarbeit, Betreuung und Pflege liegen noch immer in der Verantwortung von Frauen und das unbezahlt“, so Frieben.
„Die Politik ist dringend aufgefordert, dafür zu sorgen, dass dringend Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Frauen eine existenzsichernde Berufstätigkeit zu ermöglichen. NICHT IRGENDWANN, SONDERN JETZT. Die Politik ist auch dringend aufgefordert, budgetäre Maßnahmen zu treffen, um Vorsorge für eine armutsfeste Absicherung von Frauen sowohl im sozialen Bereich als auch im Alter zu schaffen. Eine würdevolle Absicherung, die ihnen die Gesellschaft für ihre Arbeit schuldig ist“, fordert Klaudia Frieben.
Klaudia Frieben
Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
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