
35. Sitzung des Nationalparkrates: Neuer Vorsitz, Weichenstellungen für Forschung und Kommunikation
NEUE FÜHRUNG AN DER SPITZE DES NATIONALPARKRATES
Landesrat René Zumtobel (Tirol) übernimmt für die Jahre 2026 und 2027 den Vorsitz im Nationalparkrat des Nationalparks Hohe Tauern. Er begrüßte Landesrat Peter Reichmann (Kärnten) und Landesrat Maximilian Aigner (Salzburg), die die Nationalparkagenden in Kärnten bzw. Salzburg neu übernommen haben, sowie Sektionschef Jürgen Schneider in Vertretung von Bundesminister Norbert Totschnig , und betonte die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Nationalparkrat als gemeinsames Entscheidungsgremium von Bund und Ländern.
ABSCHIED VON EINEM ENGAGIERTEN MITGESTALTER
Zu Beginn der Sitzung gedachten die Mitglieder des Nationalparkrates des im Oktober 2025 völlig überraschend verstorbenen Salzburger Landesrates Josef Schwaiger. Mit ihm verliert der Nationalparkrat einen sachkundigen, erfahrenen und hoch engagierten politischen Gestalter, der den Nationalpark Hohe Tauern über viele Jahre mit großem Verantwortungsbewusstsein begleitet und geprägt hat.
BUDGET BESCHLOSSEN – ZUKUNFT BLEIBT HERAUSFORDERUNG
Für das Jahr 2026 konnte ein Budget in Höhe von rund 800.000 Euro für gemeinsame Aktivitäten beschlossen werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf länderübergreifenden Forschungsprojekten sowie auf gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit (rund 380.000 Euro). Gleichzeitig ist klar: Die langfristige Sicherstellung der finanziellen Grundlagen wird in den kommenden Jahren eine der größten Herausforderungen bleiben, um die Qualität, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit des Nationalparks dauerhaft abzusichern.
GEMEINSAME FORSCHUNG FÜR EINE STARKE ZUKUNFT & EINHEITLICHE KOMMUNIKATION MIT KLARER STRATEGIE
Auf Basis der 15a-B-VG-Vereinbarung (1994) zwischen Bund und Ländern sowie der Empfehlungen des Bundesrechnungshofberichtes 2023 wurde der Fokus auf eine stärker länderübergreifend abgestimmte Entwicklung und strategische Ausrichtung von Forschung und Öffentlichkeitsarbeit gelegt.
Mit dem neuen länderübergreifenden Forschungs- und Monitoringprogramm werden die künftigen Schwerpunkte auf Grundlage des bestehenden Forschungskonzepts erstmals im Sinne einer mittelfristigen Planung festgeschrieben. Damit wird einerseits die Kontinuität der Forschung – insbesondere der Langzeitforschung – sichergestellt und andererseits der zukünftige Budgetbedarf transparent dargestellt.
„Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein wichtiger Forschungsraum. Gerade das Langzeitmonitoring liefert uns unverzichtbare Erkenntnisse über ökologische Veränderungen und den Einfluss des Klimawandels auf unsere Natur. Projekte wie das Steinadler- und Bartgeiermonitoring oder langjährige Messreihen in Hochlagen zeigen, wie wertvoll kontinuierliche Forschung ist – nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für fundierte politische Entscheidungen,“ betont Ratsvorsitzender Zumtobel.
Die beschlossene Öffentlichkeitsarbeitsstrategie 2025+ bündelt bestehende Teilstrategien und legt den Fokus der Kommunikation klar auf die Stärken des Nationalparks Hohe Tauern. Eine einheitliche, transparente und zeitgemäße Kommunikation, klar definierte Kernbereiche sowie eine jährliche Maßnahmen- und Redaktionsplanung bilden die Grundlage für einen starken, gemeinsamen Auftritt nach innen und außen.
OFFIZIELLE SPONSOREINRICHTUNG DES NATIONALPARKS HOHE TAUERN
Im Nationalpark Hohe Tauern werden zahlreiche Projekte auch durch Mittel der _fans&friends_ unterstützt. 2025 konnten mit diesen Spenden- und Sponsormitteln Projekte in der Höhe von 470.000 EUR mitfinanziert werden. Als gemeinnütziger, spendenbegünstigter Verein für den Schutz und die Förderung des Nationalparks Hohe Tauern engagiert sich der Verein _fans&friends_ für die Mitfinanzierung von Projekten in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Biodiversität sowie Bildung.
DANK FÜR ÜBER DREI JAHRZEHNTE ENGAGEMENT
Abschließend verabschiedete der Nationalparkrat Hermann Stotter, der nach 35 Jahren als Leiter der Tiroler Nationalparkverwaltung in den Ruhestand tritt. Er prägte maßgeblich die Entwicklung des Nationalparks Hohe Tauern zu einem international anerkannten Schutzgebiet der IUCN-Kategorie II und lebte die länderübergreifende Idee des Nationalparks Hohe Tauern sowie die Vernetzung innerhalb der Nationalparks Austria. Dass der Nationalpark Hohe Tauern in der Region Osttirol große Zustimmung bekommt und international einen ausgezeichneten Ruf genießt, trägt die Handschrift von Hermann Stotter und seinem Team. Der Nationalparkrat dankt ihm für sein jahrzehntelanges Engagement und wünscht ihm einen aktiven Ruhestand mit vielen weiteren besonderen Erlebnissen im Nationalpark Hohe Tauern.
Nationalparkrat Hohe Tauern
Helene Mattersberger
Telefon: 04875 5112-806892
E-Mail: h.mattersberger@hohetauern.at
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