
Sima ad Landbauer: Straßenbahn 72 könnte schon längst in Betrieb sein – Niederösterreich hat Jahrhundertchance vergeben!
Wien zeigt mit neuen Straßenbahnlinien 12, 27 und 18 wie Öffi-Ausbau geht
Wien treibt den Ausbau der Öffis, konkret auch der Straßenbahnen, konsequent voran und hat immer auch auf grenzüberschreitende Linien gedrängt und auch geplant. Die Straßenbahnlinie 72 von Simmering nach Schwechat könnte laut Wiens Mobiliätsstadträtin Ulli Sima bereits in Betrieb und ein attraktives Angebot für die PendlerInnen sein, hätte Niederösterreich das Projekt nicht blockiert. „Landesrat Landbauer hat das historische Zeitfenster, ja eine Jahrhundertchance, verstreichen lassen. Der Bund hätte bei der Linie 72 einst zu 50 % gefördert und auch bei der Anschaffung der Straßenbahn die Hälfte mitbezahlt. Das Land Wien stand natürlich bereit, seinen Anteil zu übernehmen, die Planungen waren abgeschlossen und auch Niederösterreich hatte sich zunächst klar hinter das gemeinsame Projekt gestellt.“, erläutert Sima, allein der FPÖ Landesrat stellte sich dagegen. Stattdessen würde Landbauer nun frühestens 2027 einen Bus auf die Strecke schicken, also Jahre nachdem die neue Bim-Linie schon längst fahren könnte. Das sei ein Schlag ins Gesicht der über 400 000 PendlerInnen, denn eine Straßenbahn hat ein Vielfaches an Kapazität im Vergleich zu einem Bus. „Wien zeigt mit drei neuen Straßenbahnlinien aktuell, wie Ausbau der Öffis funktioniert: Sowohl die Linie 27, als auch die Linie 12 sind bereits in Betrieb, die neue Linie 18 von der Burggasse/Stadthalle bis Stadion geht mit Schulbeginn auf Schiene. Es ist mehr als bedauerlich, dass Niederösterreich die fertigen Pläne inklusive damaligen Finanzierungszusagen des Bundes in den Wien geschlagen hat, so eine Chance wird es leider nicht mehr geben“, bedauert Sima abschließend.
Mediensprecherin Stadträtin Ulli Sima
Ava Farajpoory
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