
„Thema“ am 9. Februar: Gewalt hinter Gittern – Ex-Häftlinge klagen an
Um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 9. Februar 2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:
Gewalt hinter Gittern – Ex-Häftlinge klagen an
„Ich bin einsneunzig, aber wenn vermummte Männer mit Schlagstöcken in meine Zelle gekommen sind, hatte ich Angst.“ Andreas P. war mehr als 20 Jahre in Haft. „Viele Justizwachebeamte leben im Dienst ihre Aggressionen aus“, sagt er. Von Faustschlägen ins Gesicht bis zum Strammstehen in der Kälte in Unterhosen berichtet ein anderer Ex-Häftling, der heute als Koch arbeitet. Das Personal sei überfordert, schlecht ausgebildet und unterbezahlt, meint er. Andreas P. plädiert für Bodycams, die Übergriffe dokumentieren. „Ein Drittel des Wachpersonals ist in Ordnung. Ohne sie hätte ich die Haft nicht überlebt.“ Mit einigen Angestellten des Gefängnisses ist er bis heute befreundet. Sonja Hochecker, Michaela Rädler und Matteo Glaser berichten.
Erfroren am Großglockner – Prozessbeginn
„Er hätte früher einen Notruf absetzen oder seine Freundin zumindest wärmen können“, sagt Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Im vergangenen Jänner erfriert eine 33-jährige Frau beim Aufstieg auf den Großglockner. Ihr Partner lässt sie in jener Nacht rund 50 Meter unterhalb des Gipfels zurück. Er überlebt. Nun muss er sich wegen grob fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass der Mann neun Fehlentscheidungen getroffen haben soll. Savanka Schwarz zeichnet nach, was man bisher über die Nacht am Großglockner weiß.
Zwischen Pistenspaß und Unfallrisiko – wenn der Winterurlaub in der Notaufnahme endet
„Wir haben in der aktuellen Saison bereits mehr als 2.700 verletzte Wintersportlerinnen und Wintersportler versorgt“, erklärt Manfred Mittermair, Leiter der Unfallchirurgie im Schwerpunktkrankenhaus Schwarzach im Pongau. „Tendenz steigend“, sagt er. Markus Waibel begleitet für eine „Thema“-Reportage Mediziner:innen und Pflegepersonal bei ihrer täglichen Arbeit. Er zeigt, vor welchen Herausforderungen die Teams in der Hochsaison stehen, und spricht auch mit den Verunfallten.
Wie lebt man als Bergretter oder Bergretterin?
„Man ist eigentlich sehr klein im Vergleich zum Berg“, sagt Christian Taferner. Er ist Familienvater, Unternehmer und seit 15 Jahren Bergretter. Bei seinen Einsätzen stößt er immer wieder an seine Grenzen. Wie herausfordernd Rettungsaktionen sein können, weiß auch die junge Bergrettungsanwärterin Tanja Kerschbaumer. „Der Berg verzeiht einem gewisse Sachen einfach nicht“, sagt die 22-Jährige. Unter der Woche studiert sie in Graz, am Wochenende rettet sie Menschen in den Bergen. Freiwillig und ehrenamtlich. Laura Mlakar war in Admont in der Steiermark und hat jene Menschen getroffen, die hinter den Einsätzen der Bergrettung stehen.
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