Hanger: Aussagen von Karin Wurm waren Mitauslöser für Pilnacek-Untersuchungsausschuss

Mögliche Achse Wurm-Pilz-FPÖ bedarf dringend Aufklärung

Die teils abenteuerlichen und bereits vielfach widerlegten Aussagen und Theorien von Karin Wurm waren ein wesentlicher Mitauslöser für die Einsetzung des Pilnacek-Untersuchungsausschusses. Das betont ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger im Vorfeld der morgigen Befragung der damaligen Lebensgefährtin von Christian Pilnacek im Untersuchungsausschuss.

“Ich erwarte die morgige Befragung mit Spannung. Eine umfassende Aufklärung der zahlreichen Aussagen von Karin Wurm ist dringend notwendig, um die Grundlagen dieses Untersuchungsausschusses richtig einordnen zu können”, so Hanger. Aus Sicht der Volkspartei basiere der U-Ausschuss in zentralen Punkten auf unbegründeten und verschwörerischen Behauptungen.

Besonders aufklärungsbedürftig sei eine mögliche Achse zwischen Karin Wurm, Peter Pilz und der FPÖ. “Zuerst verfasst der Anwalt von Peter Pilz für Karin Wurm eine Anzeige gegen mehrere Polizisten wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs, dann prahlt Wurm in aller Öffentlichkeit mit ihren Kontakten zur FPÖ und zu guter Letzt setzt eben diese Partei einen Untersuchungsausschuss ein. Diese Vorgänge sind mehr als hinterfragenswert. Es muss geklärt werden, wie es zur politischen Instrumentalisierung der von Karin Wurm erhobenen Vorwürfe gekommen ist”, betont Hanger. Sämtliche Ermittlungen gegen die Polizisten wurden eingestellt, während Karin Wurm in zwei Strafverfahren als Beschuldigte geführt wird – unter anderem wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage. Dazu kommt eine weitere Anzeige wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage, die vor wenige Tagen medial bekanntgeworden ist.

“Karin Wurm hat mit ihren Aussagen das Rampenlicht gesucht und dieses über einen sehr langen Zeitraum auch bekommen, deshalb ist eine kritische Berichterstattung gegenüber einer Privatperson auch legtim”, sagt Hanger. Darüber hinaus sagte Wurm vor Gericht oder unterschiedlichen Behörden mittlerweile fünf Mal als Zeugin aus, änderte oder erweiterte ihre “Geschichte” jedoch von Mal zu Mal. Unter anderem berichtete sie von einem “Zeugenschutzprogramm”, in dem sich Christian Pilnacek befinden würde, sprach von einem “zwölf Zentimeter großen Loch” im Oberschenkel des Sektionschefs oder berief sich auf eine Wahrsagerin, der zufolge Pilnacek noch leben würde. Zur Anzeige, die der Anwalt von Peter Pilz für sie verfasst hatte, sagte sie später, diese nie gesehen oder nur überflogen zu haben.

“Nicht eine einzige dieser Behauptungen konnte bisher belegt werden. Zentrale Aussagen von Frau Wurm sind sogar eindeutig und nachweislich widerlegt”, hält Hanger fest. Die Vielzahl an Widersprüchen sei mehr als bemerkenswert, zumal die Aussagen ein Mitgrund für die Einsetzung dieses Untersuchungsausschusses waren.

Vor diesem Hintergrund will die ÖVP auch von der Finanzprokuratur wissen, ob mögliche Regressansprüche gegenüber Karin Wurm bestehen. “Ein einzelner Tag eines Untersuchungsausschusses kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler rund 50.000 Euro. Auch diese Verantwortung darf nicht ausgeblendet werden”, so Hanger abschließend. (Schluss)

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