
Konsumerhebung bestätigt: Lebensmittel sind nicht die Preistreiber
Strasser: „Wer über Teuerung redet, muss auf Wohnen und Energie schauen. Lebensmittel sind nicht ausschlaggebend.“
Die aktuelle Konsumerhebung 2024/25 von STATISTIK AUSTRIA zeigt, wo die größten Ausgabenbereiche in den Haushalten liegen: Private Haushalte geben im Schnitt 4.170 Euro pro Monat aus. 26,4 Prozent entfallen auf den größten Posten Wohnen und Energie, 13,6 Prozent auf Verkehr. Für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sind es 11,6 Prozent. Für BAUERNBUND-PRÄSIDENT ABG.Z.NR DI GEORG STRASSER bestätigt das die Position, die der Bauernbund in der gesamten Debatte über Lebensmittelpreise konsequent vertreten hat: „Lebensmittel werden oft vorschnell als Preistreiber genannt. Die aktuellen Zahlen zeigen erneut ein anderes Bild. Lebensmittel sind nicht schuld an der Teuerung.“
ANTEIL FÜR LEBENSMITTEL IST NIEDRIGER ALS VOR FÜNF JAHREN
STRASSER verweist darauf, dass die Konsumerhebung alle fünf Jahre durchgeführt wird und die Entwicklung damit klar nachvollziehbar ist: „Bei der letzten Konsumerhebung 2019/20 lag der Anteil für Ernährung und alkoholfreie Getränke noch bei 12,1 Prozent. Heute sind es 11,6 Prozent. Das heißt: Wir geben heute prozentuell weniger Geld für Lebensmittel aus als noch vor fünf Jahren.“
ÖSTERREICH GIBT IM EU-VERGLEICH WENIG FÜR LEBENSMITTEL AUS
„Österreich zählt im EU-Vergleich zu den Ländern, in denen ein besonders niedriger Anteil des Haushaltsbudgets für Lebensmittel ausgegeben wird. Nur Luxemburg und Irland liegen noch darunter“, betont STRASSER. „Das zeigt: Es geht nicht darum, Lebensmittel pauschal zu verteuern. Es geht darum, die Wertschöpfung entlang der Kette fair zu verteilen.“
DAUER-AKTIONSMODUS ENTWERTET GRUNDNAHRUNGSMITTEL
STRASSER verweist auf den Kern der Kampagne „Schleuderpreise stoppen“: „Uns stört nicht eine einzelne Aktion, sondern der Dauer-Aktionsmodus bei Grundnahrungsmitteln. Wenn Grundnahrungsmittel ständig als Lockware missbraucht werden, entsteht der Eindruck, dass hochwertige Lebensmittel keinen Wert haben. Am Ende landet der Druck entlang der Kette bei unseren Bäuerinnen und Bauern.“
MEHR VOM ENDPREIS MUSS AM HOF ANKOMMEN
„Von 100 Euro, die wir für Lebensmittel ausgeben, kommen nur rund 4 Euro am Hof an“, sagt STRASSER. „Wer heimische Qualität, kurze Wege und hohe Standards will, muss akzeptieren: Lebensmittel haben einen Wert. Und von dieser Wertschöpfung muss mehr dort ankommen, wo produziert wird.“
INFO ZUR KAMPAGNE „SCHLEUDERPREISE STOPPEN“:
Der Österreichische Bauernbund setzt sich mit der KAMPAGNE „SCHLEUDERPREISE STOPPEN“ für einen fairen Anteil an der Wertschöpfung für bäuerliche Familienbetriebe ein. Unterstützen kann man die Kampagne durch die Unterzeichnung der Petition unter schleuderpreise-stoppen.at.
Bauernbund Österreich
Martin Grob, MA
Telefon: +43 664 8850 9559
E-Mail: m.grob@bauernbund.at
Website: https://www.bauernbund.at
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