Weltfrauentag: NEOS zeigen den Unterschied zwischen Wiener Reformkraft und oberösterreichischem Retrokurs

WÄHREND WIEN DEN KINDERGARTEN NEU DENKT, SCHEITERT OÖ AM BEKENNTNIS ZU MINDESTSTANDARDS. NEOS FORDERN ECHTE WAHLFREIHEIT DURCH FLÄCHENDECKENDEN AUSBAU DES KINDERGARTENS.

Zum Weltfrauentag am 8. März ziehen NEOS Wien und NEOS Oberösterreich Bilanz in der Bildungs- und Familienpolitik. Das Ergebnis ist ein politisches Kontrastprogramm: Während Wien mit klarer NEOS-Handschrift den Kindergarten reformiert, steckt Oberösterreich in einem strukturellen Retrokurs, der Frauen benachteiligt.

In Wien ist der Kindergarten kein Vielleicht-Versprechen für die Zukunft, sondern durch mutige Reformen gelebte Realität. „Die Kindergärten haben sich zur ersten und wichtigsten Bildungseinrichtung weiterentwickelt und sind viel mehr als eine bloße Betreuungseinrichtung. Das ist das Fundament für mehr Unabhängigkeit, Selbstbestimmtheit und echter Wahlfreiheit von Frauen“, betont DOLORES BAKOS, BILDUNGS- UND FRAUENSPRECHERIN DER WIENER NEOS. „Wien zeigt vor, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie funktionieren kann.“

Oberösterreich hinkt diesbezüglich hinter Wien und anderen Bundesländern hinterher, was sich unmittelbar in einer im Ländervergleich überdurchschnittlich hohen Teilzeitquote bei Frauen äußert. „Vor allem in den kleineren Gemeinden sind die Tagesöffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen so kurz, dass der berufliche Wiedereinstieg nach der Elternkarenz zur Herausforderung und ein Aufstocken auf Vollzeitarbeit gänzlich unmöglich wird“, betont NEOS OÖ-BILDUNGSSPRECHERIN JULIA BAMMER. Verantwortlich dafür sei die schwarz-blaue Landesregierung: „In Oberösterreich pflegen ÖVP und FPÖ weiterhin veraltete Rollenbilder und fördern sogar noch, dass junge Mütter gänzlich zuhause bleiben, statt möglichst rasch den Wiedereinstieg zu suchen.

EIN KINDERGARTEN, DER ZUM LEBEN PASST

Der zentrale Unterschied zwischen Wien und Oberösterreich: In Wien muss keine Mutter und keine Familie bangen, ob sie nach der Karenz einen Platz findet. Das Angebot wird flächendeckend und so nah wie möglich am Wohnort sichergestellt. Damit die Qualität stimmt, setzt Wien auf Ausbildungsoffensiven wie z. B. die „bafep21“ (Bildungsanstalt für Elementarpädagogik der Stadt Wien). Dort wird u.a. der Quereinstieg für das „Kolleg Change“ angeboten, wo in 5 Semestern Elementarpädagog*innen ausgebildet werden. So werden wiederum Fachkräfte aktiv dazu gewonnen.

Auch in Oberösterreich wurde 2023 mit dem „Oö. Bonus zur Förderung der Ausbildung in der Elementarpädagogik“ eine Ausbildungsoffensive gestartet, am Ausbau des Kinderbetreuungsangebots besteht aber weiterhin dringender Bedarf. „In einigen Fällen geht das so weit, dass ältere Geschwisterkinder wegen Platzmangels aus der Krabbelstube ‚entlassen‘ werden, weil ihre Mama nach der Geburt des zweiten Kindes in Elternkarenz geht und damit die Betreuung des größeren Kindes zuhause zumutbar ist“, so Bammer. „Mit Chancengerechtigkeit hat dies nicht das Geringste zu tun.“

REFORMKRAFT VS. VERKRUSTETE SYSTEME

„Während wir in Wien daran arbeiten, den Kindergarten fit für die Zukunft zu machen, kämpft man in Oberösterreich noch gegen verkrustete Systeme an“, kritisiert Bakos die oberösterreichische Landesregierung. „Das ist der Unterschied zwischen mutiger Reformkraft und einem mutlosen Retrokurs, der Frauen systematisch ausbremst.“ In Oberösterreich wird noch immer am Bekenntnis zu Mindeststandards gestritten, während Eltern oft vergeblich nach Plätzen suchen, die eine Vollzeitbeschäftigung überhaupt erst ermöglichen.

Gleichzeitig bricht Wien mit veralteten Rollenbildern. Mit den österreichweit längsten Öffnungszeiten und den wenigsten Schließtagen passt sich das System dem Leben an – nicht umgekehrt. Eltern können so ihrem Beruf nachgehen, ohne sich Sorgen um die Betreuung und beste Bildung ihrer Kinder machen zu müssen. „Gerade zum Weltfrauentag muss man aber betonen: Kinderbetreuung ist nur ein Aspekt der Gleichberechtigung. Solange es hauptsächlich Frauen sind, die in Karenz gehen, haben wir noch einen weiten Weg vor uns.“, so Bakos weiter.

WELTFRAUENTAG IST TAG DER FORDERUNGEN

Für NEOS ist der 8. März kein Tag der leeren Gesten, sondern ein Tag der klaren Ansagen. Was in Wien durch vorausschauende Planung erreicht wurde, muss bundesweiter Standard werden. „Nur ein flächendeckendes Angebot nach Wiener Vorbild beendet die Teilzeitfalle und garantiert Frauen echte wirtschaftliche Unabhängigkeit“, schließt Bammer.

NEOS Wien Rathausklub
Christoph Pflug
Telefon: +43 664 849 15 50
E-Mail: christoph.pflug@neos.eu
Website: https://wien.neos.eu

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