
Raus aus dem Rollstuhl
Ab sofort erhältlich: Vinzenz magazin Frühjahr 2026
NEUROLOGISCHE ERKRANKUNGEN KÖNNEN SICH AUF DEN BEWEGUNGSAPPARAT AUSWIRKEN. BETROFFENEN KINDERN WIRD MIT VERSCHIEDENEN THERAPIEN GEHOLFEN, MÖGLICHST SELBSTSTÄNDIG UND MOBIL ZU WERDEN. WIE WICHTIG DAS IST, ERZÄHLT DIE MUTTER DER SIEBENJÄHRIGEN SOPHIA IM AKTUELLEN _VINZENZ MAGAZIN._
Sophia wurde mit Trisomie 21 geboren und lernte deshalb erst mit etwa zweieinhalb Jahren laufen. „Doch nur einige Monate später konnte sie weder stehen noch gehen. Und ich musste ihr beibringen, mit dem Rollstuhl zu fahren, während andere Eltern ihren Kindern das Fahrradfahren lehrten“, erinnert sich ihre Mutter Fatima R. Das Mädchen wurde daraufhin vom Spezialteam Neuroorthopädie im Orthopädischen Spital Speising unter der Leitung von OA Dr. Alexander Krebs, MSc. untersucht.
In Sophias Fall war die Diagnose bald klar: „Eine Bandinstabilität und Überbeweglichkeit hatten dazu geführt, dass beide Kniescheiben seitlich verrutscht waren und das Mädchen nicht mehr gehen konnte“, erklärt Krebs. Um die Kniescheiben wieder in die anatomisch richtige Position zu bringen und zu fixieren, war eine Operation notwendig. Heute sind Sophias Kniegelenke wieder so stabil, dass sie kürzere Strecken selbstständig gehen kann.
Vor einer solchen Operation setzt das Team auf eine Vielzahl nicht-operativer Maßnahmen, darunter Physio- und Ergotherapie, Spezialschuhe sowie Sitz- und Stehunterstützungen. Ein früher Therapiebeginn ist dabei besonders wichtig. Dennoch sind in vielen Fällen operative Eingriffe notwendig. Wichtig zu wissen: Im Unterschied zu anderen Bereichen der Orthopädie können die meisten Bewegungsstörungen jedoch nicht geheilt werden, da die zugrunde liegende neurologische Problematik auch durch eine Operation nicht beseitigt werden kann. Dennoch kann viel für die Lebensqualität der Patient*innen getan werden.
VOLKSKRANKHEIT RHEUMA
Knapp ein Fünftel der Bevölkerung leidet an rheumatischen Schmerzen und Schwellungen. Von diesen gibt es rund 400 unterschiedliche Krankheitsbilder wie Prim. Doz. Dr. Edmund Cauza, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin des Herz-Jesu Krankenhaus Wien, in einem Interview erzählt. Auslöser ist meist eine Autoimmunreaktion – der Körper greift eigenes Gewebe an. Therapiemöglichkeiten gibt es viele, weiß der Mediziner – etwa in der Rheumaambulanz im Herz-Jesu Krankenhaus: „Im Akutfall behandeln wir mit schmerzhemmenden Medikamenten und Kortison. Im Zeitalter der Biologika haben wir ein großes Arsenal an Medikamenten zur Verfügung, die spezifisch und zielgerichtet wirken“. Auch Kältetherapien oder Heilstollen mit radonhaltiger Strahlung haben positive Auswirkungen, Rheumatiker*innen profitieren zudem von Bewegungstherapie.
ICH BIN EIN NEUER MENSCH
Eine neue Operationsmethode hilft Menschen, die unter krankhafter Adipositas leiden. Durchgeführt wird diese sogenannte SADI-S (Single Anastomosis Duodeno-Ileale Bypass mit Sleeve)-Technik im renommierten Adipositas-Zentrum im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien, das als einzige Wiener Spezialeinrichtung im Herbst 2025 bereits zum dritten Mal von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert wurde. Wie die neue Methode funktioniert, beschreibt Prim. Univ.-Prof. Dr. Alexander Klaus, Vorstand der Abteilung für Chirurgie sowie Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, in der aktuellen Ausgabe des _Vinzenz magazin_.
Zu Wort kommt auch eine Patientin, die an Adipositas Grad III erkrankt war, einen BMI von 57 hatte und 149,6 Kilogramm wog. Dank der OP hat sie mittlerweile 53 Kilo weniger.
WENN SICH DIE ZEIT ENDLOS ZIEHT
Die Wartezeit zwischen der Krebsdiagnose und dem Beginn einer Therapie kann für Betroffene sehr belastend sein. Wie sich das konkret äußern kann und wie man damit umgeht, verrät Mag.a Christina Mayr-Pieper, Leiterin des Bereichs Klinische Psychologie, Psychoonkologie und Psychotherapie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern in der aktuellen Ausgabe des Magazins. „Typische Symptome dafür sind Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Grübeln und das Durchdenken von Katastrophenszenarien“. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, hilft Struktur: planbare Aktivitäten und ein aufrechterhaltener Tagesablauf. Auch nach der Behandlung herrscht nicht gleich Erleichterung. „Zumindest bis zur ersten Kontrolluntersuchung ist die Angst vor einem Rückfall bei etwa einem Drittel der Krebspatientinnen und -patienten sehr stark ausgeprägt.“
VOM KONDITOR ZUM PFLEGEASSISTENT
Wegen einer auftretenden Staublunge musste der Wiener Stefan Bösenbacher die so gern ausgeübte Arbeit als Konditor aufgeben. Seine zweite berufliche Erfüllung fand er als Pflegeassistent im Haus St. Katharina der Barmherzige Schwestern Pflege & Wohnen GmbH. Im aktuellen _Vinzenz magazin _erzählt er, warum er den Wechsel nie bereut hat. „Als Pfleger sehe ich mich in einer sozial wichtigen, menschlich relevanten und für mich erfüllenden Rolle. Als Bäcker arbeitete ich relativ einsam an der Erfüllung meines Plansolls. Jetzt bin ich in einem Team mit Menschen, die mir etwas geben und denen ich viel zurückgeben kann.“
_VINZENZ MAGAZIN_: VERFÜGBAR ALS PRINT- UND ONLINEMAGAZIN
Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren Beiträgen erscheint als Printmagazin viermal pro Jahr und richtet sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern.
Das _Vinzenz magazin_ erscheint ebenfalls in digitaler Form. Die digitale Ausgabe ist unter www.vinzenz-magazin.at aufzurufen.
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Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH
Annemarie Kramser
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