
Gefördertes Wohnprojekt „Rote Emma” übergeben
360 leistbare Wohnungen und breites soziokulturelles Angebot beleben das Grätzl im Herzen von Kagran.
Der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist in einer wachsenden Metropole wie Wien sehr groß: Im geförderten Mietsegment werden 6.000 bis 7.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut. Die Stadt unterstützt den sozialen Wohnbau über das Wiener Wohnbaumodell u. a. mit Bauträgerwettbewerben und dem Bau von Gemeindewohnungen.
Mit der Fertigstellung des Projekts „Rote Emma“ im Stadtentwicklungsgebiet Attemsgasse setzen der gemeinnützige Wohnbauträger migra und die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft BWS ein starkes Zeichen für leistbares und zukunftsorientiertes Wohnen in Wien.
Anfang März 2026 bezogen die Mieter:innen von 360 Wohnungen sowie elf Vereinen und Initiativen ihr neues Zuhause. Insgesamt investierten die beiden Bauträger rund 90 Mio. Euro, davon stammen etwa 35 Mio. Euro aus den Wohnbaufördermitteln der Stadt Wien.
„Das Wiener Modell des geförderten Wohnbaus und der damit verbundenen leistbaren Mieten dient europaweit als Vorbild. Projekte wie die Rote Emma schaffen leistbaren Wohnraum und stärken gleichzeitig das soziale Miteinander im Grätzl“, sagt Kathrin Gaál, Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin bei der offiziellen Übergabe am 17. März 2026. „Mit den vielen Initiativen, die hier Platz finden – wie dem Frauenprojekt ro*sa, der Gebietsbetreuung Stadterneuerung und vielem mehr – wird soziale Verantwortung hier zur gelebten Realität.“
„Die Donaustadt wächst stark, der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist groß. Mit der Roten Emma entsteht hier in Kagran ein neues Stück Stadt, das Wohnen, soziale Angebote und Begegnung miteinander verbindet. Das stärkt die Lebensqualität im Bezirk nachhaltig“, ergänzt Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Donaustadt.
Die Bauträger bedanken sich bei der scheidenden Vizebürgermeisterin: „Unser besonderer Dank gilt der Stadt Wien und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál für die gute und verlässliche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren sowie für die Bereitstellung des Baurechts, das dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht hat.“
AUF GUTE NACHBARSCHAFT
Die Holzhybrid-Konstruktion zählt zu den ersten großvolumigen Wohnhausprojekten dieser Art in Österreich. Für die Planung der Roten Emma zeichnen die Architekturbüros Gerner Gerner Plus und AllesWirdGut verantwortlich. Als Generalunternehmer fungierte Strabag. Durch die gleichbleibenden Produktionsbedingungen in der industriellen Vorfertigung von Stahlbeton- und Holzmodulen konnten Prozesse und Energiebedarf optimiert, sprich CO2 reduziert werden.
„Mit der Roten Emma zeigen wir, wie innovative Bauweisen, ökologische Verantwortung und leistbarer Wohnraum erfolgreich zusammengehen können. Gleichzeitig schaffen wir Räume, die das Zusammenleben im Stadtteil aktiv fördern“, so die BWSG-Vorstände Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Dr. Mathias Moser. Klimaschonende Bauweise und ein breiter Nutzungsmix gehen im Quartier Hand in Hand. So leisten migra und BWS einen aktiven Beitrag zur Belebung des Stadtteils.
„Uns war wichtig, hier mehr als nur Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die Kombination aus leistbaren Wohnungen, Gemeinschaftsräumen und sozialen Einrichtungen sorgt dafür, dass eine aktive und solidarische Nachbarschaft lebbar wird“, betonen die migra-Geschäftsführer DI Alfred Petritz und Smajo Pasalic, MA, MA.
Ein lebendiges Grätzlleben für Jung und Alt soll hier entstehen: In die Erdgeschosszone auf Bauplatz 2 in der Attemsgasse 38 ziehen eine lokale Volkshochschule als Ort der Begegnung ein, ein Grätzlconcierge der Volkshilfe, ein Kindergarten der Kinderfreunde, die Gebietsbetreuung Stadterneuerung sowie die Initiative LOK (Leben ohne Krankenhaus) und ein soziokultureller Treffpunkt. In den vier Bauteilen stehen den Bewohner:innen vielfältige Gemeinschaftsräume und Arbeitszimmer zur Verfügung. Zur besseren Orientierung tragen sie die Namen Emmalie, Viola, Annabelle und Marabel.
Auf Bauplatz 1 in der Donaufelder Straße 200 wurde mit dem Frauenwohnprojekt ro*sa ein innovatives, frauenpolitisches Wohnmodell mit 44 Einheiten umgesetzt. Mit einer Filiale von Spar ist die Nahversorung vor Ort gesichert.
GRÜNES LEBEN IN WIEN-DONAUSTADT
Urban Gardening, Photovoltaik, thermische Bauteilaktivierung und begrünte Balkone zeigen, wie modernes Wohnen mit ökologischer Verantwortung kombiniert werden kann. Auf den Dachflächen entstehen Rückzugsorte mit Pergolen, gemeinschaftlich nutzbaren Gartenbereichen und PV-Anlagen, die Strom für Allgemeinflächen liefern.
Neben großzügigen Fahrradabstellflächen und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 167 Pkw-Stellplätzen im Bauplatz 2 (Attemsgasse 38) setzen die Projektpartner auch auf neue Mobilitätsformen: Über die Mobilitätsservices von MO.Point können Lastenräder, E-Autos und E-Fahrräder gebucht werden.
Namensgeberin des Projekts ist übrigens eine rotschalige Kartoffelsorte, die einst in dieser Gegend angebaut wurde – ein charmantes Symbol für die Verbindung von Tradition und Zukunft. Die Rote Emma zeigt, wie leistbares Wohnen, soziale Angebote und nachhaltige Bauweise erfolgreich kombiniert werden können – ein zukunftsweisendes Quartier für Kagran und Wien.
BWS-Gruppe
Mag. Rita Michlits, BEd
Telefon: +43154608214
E-Mail: r.michlits@bwsg.at
Website: https://www.bwsg.at
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