
Neue „Dok 1“-Ausgabe mit Hanno Settele: „Gestern gekauft, heute gestohlen – Die Fahrraddiebe“
Am 15. April um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON
Fahrraddiebstahl zählt in Österreich zu den häufigsten Strafrechtsdelikten. Alle 30 Minuten wird ein Rad als gestohlen gemeldet – macht in Summe rund 17.000 Fälle pro Jahr. Ein lukratives, aber illegales Business. Ein Grund dafür: Fahrräder sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. 2016 kostete ein Rad im Durchschnitt rund 660 Euro, mittlerweile sind es durchschnittlich knapp 2.800 Euro. Verantwortlich dafür: der Trend zum Elektro-Fahrrad. Schon 80 Prozent des Fahrradumsatzes erzielt der Sporthandel mit E-Bikes. Für Bestohlene bleiben oft nur der Frust und ein kaputtes Schloss zurück, denn mehr als 90 Prozent der Räder tauchen nie wieder auf. In der neuen „Dok 1“-Ausgabe „Gestern gekauft, heute gestohlen – Die Fahrraddiebe“ geht Hanno Settele am Mittwoch, dem 15. April 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON der Frage nach, warum so wenige Fahrräder zu ihren Besitzerinnen und Besitzern zurückgelangen und was man tun kann, um sein eigenes Bike wiederzubekommen.
„Dok 1“ startet dafür einen Versuch und stellt drei hochpreisige E-Bikes im öffentlichen Raum in Wien ab. Spezielle Peilsender sorgen dafür, dass die Fahrräder jederzeit geortet werden können. Die Räder sind abgesperrt, aber schon innerhalb der ersten 24 Stunden schlägt der erste Peilsender Alarm. Und auch das zweite der drei „Lockvogelräder“ wird kurz darauf entwendet. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Gerrit Walgemoet nimmt Hanno Settele die Verfolgung auf, um die Fahrräder zurückzuholen. Trotz Eigentumsnachweis, Trackingdaten und Videoaufnahmen eines mutmaßlichen Diebs ist es ein Weg voller Bürokratie und überraschender, fast absurder Momente. „Die Polizei kann nichts tun“, sagt Martin Prebio, Softwareentwickler aus Wien, der ebenfalls mittels GPS-Trackern den Standort seiner Räder bis nach Budapest verfolgen konnte, „ihre Zuständigkeit endet an der Bundesgrenze“. Ihm wurden bereits drei hochwertige E-Bikes im Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro gestohlen.
Doch wer sind die Menschen hinter den Bolzenschneidern? Nino B., ein ehemaliger Fahrraddieb, plaudert dazu aus dem Nähkästchen: Mit einer einfachen Zange und dem Fokus auf teure Komponenten finanzierte er jahrelang seine Drogensucht. Laut Herbert Landauf, dem Leiter des Referats Allgemeiner Diebstahlschutz im Bundeskriminalamt, ist das kein Einzelfall. Die Polizei setzt auf Prävention, doch selbst teure Schlösser bieten oft nur eine trügerische Sicherheit, wie ein Test zeigt, den Hanno Settele mit Fahrradmechaniker Caspar Vintschgau in der Öffentlichkeit durchführt. Welches Schloss hält Caspars Bolzenschneidern und Flex-Sägen wie lange stand? Und wie reagieren Passanten auf den Schlossknacker?
Hanno Settele beleuchtet die Hintergründe eines florierenden Schwarzmarkts, verfolgt einen Fahrraddieb auf Abwegen und schafft es dabei sogar, einem Bestohlenen sein geliebtes Rad zurückzugeben.
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