Maurer/Grüne zu Sozialerhebung: „SPÖ muss Versprechen endlich umsetzen und Wohnen leistbar machen“

Studierende kämpfen mit hohen Kosten – Grüne fordern Wissenschaftsministerin zum Handeln auf

Die heute präsentierte IHS-Studie zur sozialen Lage der Studierenden ist ein lauter Weckruf. Die stv. Klubobfrau und Wissenschaftssprecherin der Grünen, Sigi Maurer, fordert Wissenschaftsministerin Holzleitner auf, den Ernst der Lage endlich zu erkennen und die Versprechen auch umzusetzen. „Die Ergebnisse der Studie bestätigen einmal mehr, was viele Studierende tagtäglich erleben: Die finanzielle Belastung ist enorm. Steigende Wohnkosten, vererbte Bildungschancen und der massive Druck, nebenbei arbeiten zu müssen, gefährden die soziale Gerechtigkeit an unseren Hochschulen“, so Maurer deutlich.

Besonders alarmierend ist die Wohnsituation: Die Kosten sind seit 2015 um massive 51 % gestiegen. Maurer kritisiert: „Die Mieten fressen die Budgets der Studierenden gnadenlos auf. Im Wahlkampf hat die SPÖ plakatiert, dass Wohnen wieder leistbar werden muss – doch bei den Studierenden kommt davon absolut nichts an. Nicht einmal die im Regierungsprogramm verankerte Studierendenheimförderung wurde bisher umgesetzt. Den großen Versprechen in puncto Gerechtigkeit müssen nun auch messbare Taten folgen, um das Vertrauen der Studierenden nicht zu enttäuschen.“

Auch bei der Verpflegung sieht Maurer akuten Handlungsbedarf. Das angekündigte 5-Euro-Mensa-Menü sei zwar ein erstes positives Signal, reiche aber nicht aus: „Viele Studierende können sich ein warmes, gesundes Essen schlicht nicht mehr leisten. Es ist höchste Zeit, dass die seit fast einem Jahr bestehende Arbeitsgruppe endlich Ergebnisse liefert. Wir brauchen eine dauerhafte Lösung für leistbare Mensen statt ewiger Prüfberichte und Ankündigungen.“

Ein zentraler Kritikpunkt der Studie bleibt die hohe Erwerbstätigkeit. „Dass Studierende im Schnitt 20 Stunden pro Woche arbeiten müssen, ist kein Zeichen von Flexibilität, sondern bittere finanzielle Notwendigkeit“, betont Maurer. Wer gezwungen ist, sein Studium zur Nebensache zu machen, leidet unter längeren Studienzeiten und erhöhtem Druck. Das zementiert soziale Hürden, statt sie abzubauen.

Die Herausforderungen sind seit Jahren bekannt und werden von der Sozialdemokratie oft genug rhetorisch beschworen. Maurer abschließend: „Jetzt liegt die Verantwortung bei Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner. Die Daten liegen auf dem Tisch. Was jetzt folgen muss, sind konkrete Taten statt bloßer politischer Absichtserklärungen.“

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