
ÖGB-Mernyi: Anti-Rassismus-Arbeit sichern, ZARA erhalten
ÖGB Bundesgeschäftsführer warnt vor Lücke im Rechtsschutz: „Beratung für Betroffene ist unverzichtbarer Pfeiler unserer Demokratie.“
„Es ist völlig inakzeptabel, dass mit dem angekündigten Förderstopp für ZARA eine der wichtigsten Anlaufstellen für Betroffene von Rassismus und Hass im Netz vor dem Aus steht“, kritisiert Willi Mernyi, Bundesgeschäftsführer des ÖGB. ZARA leiste seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit, die weit über die Einzelfallberatung hinausgeht. „Menschen, die Diskriminierung erleben, finden dort professionelle Unterstützung und eine starke Stimme. Fällt diese Stelle weg, entsteht eine gefährliche Lücke in unserem sozialen Gefüge und im Rechtsschutz für Betroffene“, so der Gewerkschafter.
SCHUTZSCHILD GEGEN HASS UND GEWALT
Für den ÖGB Bundesgeschäftsführer ist eine funktionierende Anti-Rassismus-Arbeit kein „Nice-to-have“, sondern ein Grundpfeiler der demokratischen Gesellschaft.
„Gerade in einer Zeit, in der digitale Gewalt und Ausgrenzung massiv zunehmen, brauchen die Menschen verlässliche Ankerpunkte. Einrichtungen wie ZARA stärken Betroffene im Alltag, machen Übergriffe sichtbar und leisten einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Mernyi weiter.
APPELL AN DIE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER
Der ÖGB fordert daher ein rasches Umdenken bei der Vergabe der Fördermittel. Die Expertise und die Strukturen, die ZARA über Jahre aufgebaut hat, dürften nicht kurzsichtigen Einsparungen zum Opfer fallen.
„Ich appelliere dringend an die Verantwortlichen, diese Entscheidung zu überdenken und eine nachhaltige Finanzierung sicherzustellen“, betont Mernyi abschließend: „Es geht nicht nur um einen Verein, sondern um den Schutz und die Würde von Menschen. Wer die Anti-Rassismus-Arbeit schwächt, setzt das falsche Signal zur falschen Zeit.“
ÖGB Kommunikation
Mag. Peter Leinfellner
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