Rotkreuz-Helferin Penninger im Libanon: „Trotz Waffenruhe keine Sicherheit für Millionen Menschen – bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!“

Rotes Kreuz hilft mit Rettungsdiensten, Notunterkünften & betreibt Hotline, um vermisste Familien zusammenzuführen. Präsident Schöpfer: „Zivilisten und Helfer sind zu schützen!“

„Seit Verkündung der Waffenruhe schwanken Millionen Menschen im Libanon zwischen Hoffnung und Angst. Über unseren Köpfen schwirren Drohnen und es kommt immer wieder zu Angriffen im Süden“, schildert Magdalena Penninger, Delegationsleiterin des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) in Beirut. „Trotz der unsicheren Waffenruhe haben tausende Menschen versucht, vor allem in den Südlibanon zurückzukehren, aber viele finden dort nur Trümmer vor. Wohnhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind zerstört, die Versorgung mit Strom und Wasser ist stark eingeschränkt – die humanitäre Lage ist katastrophal! Besonders betroffen sind jene Familien, die in den vergangenen Jahren mehrmals vertrieben wurden und nun erneut um ihr Überleben kämpfen müssen.“

Bis zu 1,2 Millionen Menschen im Libanon, mehr als 20 Prozent der Bevölkerung, wurden in den vergangenen Wochen intern vertrieben. Das Libanesische Rote Kreuz hilft den Geflüchteten – knapp 120.000 Menschen haben in 631 Notunterkünften Zuflucht gefunden, aber der Bedarf ist weit höher. Viele sind bei Verwandten untergekommen oder leben auf der Straße. „13.000 Rotkreuz-Freiwillige retten Leben, errichten weitere Notunterkünfte, verteilen Hilfsgüter oder leisten psychosoziale Hilfe. Als Österreichisches Rotes Kreuz unterstützen wir 16 Notunterkünfte im Bereich Wasser, Hygiene- und Sanitärmaßnahmen“, so Penninger.

SORGE UM FAMILIENMITGLIEDER: ROTES KREUZ STELLT KONTAKT ZU VERMISSTEN HER

Das Libanesische Rote Kreuz verzeichnete im April einen deutlichen Anstieg der Suchanfragen nach vermissten Personen. In Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden wurde eine 24/7-Hotline für Suchanfragen und Vermisstenmeldungen eingerichtet (Kontakt Telefon: 01 987 001/2, Chatbot: 71 028 975). Die Hotline wird von Freiwilligen des Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit den Behörden betrieben. Auch der Suchdienst des ÖRK hilft, den Kontakt wiederherzustellen. Wer auf der Suche nach Angehörigen ist, kann sich unter tracing@roteskreuz.at direkt an den Suchdienst wenden.

Penninger: „Die Rotkreuz-Hilfe geht unvermindert weiter, kommt direkt bei Menschen in Not an. Aber selbst wenn der Konflikt morgen enden würde, bleiben Millionen Menschen noch lange auf Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!“

INTERNATIONALE HILFSGÜTER-LIEFERUNGEN IN DEN IRAN

Der Iranische Rote Halbmond hat seit Beginn des Konfliktes über 8.200 Rettungs- und Einsatzkräfte mobilisiert, darunter Such- und Rettungsteams, medizinische Notfallteams und psychosoziale Expert:innen. Insgesamt wurden bereits über 3.600 Such- und Rettungseinsätze durchgeführt sowie mehr als 138.000 Anrufe von Personen zu psychosozialer Unterstützung entgegengenommen. 25.000 Menschen im Iran konnten akut mit Hilfsgütern versorgt werden, die das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) vergangene Woche aus Jordanien in den Iran geschickt hat. Auch die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat kürzlich einen Lkw-Konvoi mit medizinischen Hilfsgütern von der Türkei aus in den Iran entsendet.

Mehr dazu: Iran: ICRC delivers the first batch of emergency relief items to Iranian Red Crescent Society | International Committee of the Red Cross & IFRC dispatches critical medical supplies from Türkiye to support urgent needs in Iran; calls for scaled up support | IFRC

WEITERER ROTKREUZ-RETTUNGSSANITÄTER WÄHREND EINSATZ GETÖTET

ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer ergänzt: „Während sie andere retten, müssen leider auch unsere Kolleginnen und Kollegen zunehmend um ihr eigenes Leben fürchten. Bereits sechs Rotkreuz- und Rothalbmond-Mitarbeitende sind in den vergangenen Wochen im Libanon und Iran ums Leben gekommen, zuletzt am 12. April ein Sanitäter des Libanesischen Roten Kreuzes während eines Einsatzes im Süden des Landes. Mehr als 4.700 Menschen wurden im Zuge des Konfliktes getötet, über 38.000 verletzt. Wir fordern alle Konfliktparteien zur Einhaltung des Humanitären Völkerrechts auf, wonach Zivilbevölkerung, zivile Objekte und humanitäre Organisationen immer zu schützen sind!“

Hier unterschreiben: Petition zur Einhaltung des Humanitären Völkerrechts

DAS ROTE KREUZ BITTET DRINGEND UM SPENDEN:

Österreichisches Rotes Kreuz

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144

BIC: GIBAATWWXXX

Erste Bank: BLZ 20.111

Kennwort: Naher Osten

Oder online unter wir.roteskreuz.at/naher-osten

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Österreichisches Rotes Kreuz
Susanne Straif
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