ÖVP-Hammerer/Ofner: Sucht- und Drogenstrategie von SPÖ-Neos ist gescheitert

Jedmayer wird in der SPÖ-Neos-Strategie nicht einmal erwähnt – Anrainer warten seit Jahren auf Entlastungsmaßnahmen

„Wenn SPÖ-Stadtrat Peter Hacker die Wiener Sucht- und Drogenstrategie angesichts der Zustände rund um den Jedmayer und die U6-Station-Gumpendorfer Straße als nachhaltigen Erfolg bezeichnet, ist das ein Schlag ins Gesicht der Anrainerinnen und Anrainer“, kritisieren Bezirksparteiobmann Gerhard Hammerer von der Volkspartei Mariahilf und Bezirksparteiobmann Felix Ofner von der Volkspartei Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Lage vor Ort hat sich in den vergangenen Jahren massiv verschärft, SPÖ und Neos haben weder einen Plan noch setzen sie Maßnahmen zur spürbaren Entlastung.

JEDMAYER KOMMT IN SPÖ-NEOS-STRATEGIE NICHT VOR

Gerhard Hammerer: „SPÖ und Neos stützen ihre Politik auf eine Strategie aus dem Jahr 1999 (!), die 2013 nur geringfügig angepasst wurde. Die Einrichtung Jedmayer wird dort nicht einmal erwähnt, obwohl sie heute einer der zentralen Brennpunkte der Wiener Drogenpolitik ist. Laut Strategie soll das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt, ausreichend Alternativen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum geschaffen und ein breites Angebotsspektrum für Suchtkranke angeboten werden. Die Realität rund um den Jedmayer und die U6-Station beweist das Gegenteil, die Sucht- und Drogenstrategie ist gescheitert“.

MASSIVE KONZENTRATION IST EIN SPÖ-NEOS-SYSTEMVERSAGEN

Besonders deutlich wird das Scheitern an den Zahlen. Mehr als 72 Prozent aller Spritzenabgaben und knapp 82 Prozent aller Spritzentauschkontakte entfallen auf den Jedmayer und belasten das Grätzel an der Grenze Mariahilf/Rudolfsheim-Fünfhaus. „Eine derart massive Konzentration auf einen einzigen Standort ist kein nachhaltiger Erfolg, sondern ein sichtbares Systemversagen“, so Felix Ofner. „Wenn sich die Belastung an einem Ort derart verdichtet, entstehen zwangsläufig Unsicherheit, Verdrängung in den öffentlichen Raum und ein massiver Verlust an Lebensqualität für die Menschen im Grätzel.“ Eine einzelne Einrichtung könne nicht die Drogenprobleme einer Zwei Millionen-Metropole schultern.

Die Volkspartei fordert daher einen Neustart der Wiener Sucht-und Drogenstrategie und gleichzeitig die sofortige Umsetzung Ihres 5-Punkte-Pakets für mehr Sicherheit und Ordnung:

* Alkoholverbotszone im Bereich der U6-Station, um den öffentlichen Raum sicherer und sauberer zu machen.
* Einrichtung von Schutzzonen zum besseren Schutz von Passanten und Anrainern.
* Permanenter Sicherheitsdienst der Wiener Linien mit sichtbarer Präsenz in der U6-Station.
* Mehr Sozialarbeiter, regelmäßige Reinigung und Instandhaltung, insbesondere in Parks und im Umfeld der U-Bahn-Stationen.
* Installation von Notrufsäulen und Videoüberwachung für rasche Hilfe und mehr Sicherheit im Ernstfall.

„SPÖ und Neos schauen seit Jahren weg, wodurch die Probleme immer größer werden. Wien braucht endlich eine wienweite Strategie und sofortige Entlastungsmaßnahmen für die betroffenen Grätzel“, so Hammerer und Ofner abschließend.

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