Neue WKÖ-Branchenerhebung: Einsatz von KI bei heimischen Unternehmen auf dem Vormarsch

Bundessparte Information und Consulting – Roth: „Digitale Souveränität und KI als Wachstumstreiber“ – „Unterstützung wie KMU.DIGITAL stärkt Innovationen und Resilienz“

Neue valide Daten zu den Themen digitale Unabhängigkeit sowie künstliche Intelligenz liefert eine aktuelle Erhebung der WKÖ-Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Die Bundessparte vertritt die Interessen von fast 154.000 aktiven Mitgliedern, die hochqualifizierte, technologie- und wissensbasierte Dienstleistungen erbringen“, sagt Bundesspartenobmann Markus Roth. Zu den überwiegend kleinstrukturierten Unternehmen im wissensbasierten Dienstleistungssektor gehören beispielsweise die Bereiche Informationstechnologie, Unternehmensberatung, Entsorgungs- und Ressourcenmanagement, die Buch- und Medienwirtschaft sowie Finanzdienstleistungen.

_KI GEWINNT FÜR UNTERNEHMEN AN BEDEUTUNG – HERAUSFORDERUNGEN SIND JEDOCH GROSS_

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz hat einer aktuellen Branchenerhebung der KMU Forschung Austria zufolge deutlich an Dynamik gewonnen: 44 Prozent der befragten Unternehmer:innen nutzen KI bereits aktiv, weitere 31 Prozent planen oder testen entsprechende Anwendungen. KI wird besonders häufig für Recherche sowie Textgenerierung und Übersetzung eingesetzt, wie 82 bzw. 80 Prozent der Befragten angeben. Roth: „Früher galt: Wer nicht digitalisiert, verliert. Heute rückt Künstliche Intelligenz ins Zentrum der Wettbewerbsfähigkeit. Immer mehr Unternehmen erkennen das enorme Potenzial und setzen KI bereits gezielt ein. Gleichzeitig zeigen sich in der Praxis noch Unsicherheiten, etwa beim Datenschutz und bei rechtlichen Fragen, die den Einsatz begleiten.“ So bremsen Datenschutzbedenken bei 46 Prozent, unklare rechtliche Rahmenbedingungen (39 Prozent) sowie fehlende Fachkompetenzen (34 Prozent) die Nutzung von KI.

_DIGITALE SOUVERÄNITÄT GEWINNT WEITER AN BEDEUTUNG_

„Mehr als 90 Prozent messen den Themen Datenhoheit, Cybersicherheit und digitale Kompetenzen hohe Bedeutung bei, für jeweils etwa drei Viertel haben diese drei Themen sogar eine sehr hohe Relevanz“, so Markus Roth mit weiteren Detailergebnissen.

Und weiter: „Gleichzeitig sehen 60 Prozent der Unternehmer:innen jedoch eine starke oder eher starke Abhängigkeit von nicht-europäischen IT-Dienstleistern. Um die eigene Unabhängigkeit, die digitale Souveränität und Resilienz zu stärken, erachten 73 Prozent der Befragten Investitionen in Weiterbildung und 65 Prozent Investitionen in System- und Datensicherheit als zentral.“

_WKÖ VERÖFFENTLICHT NEUE, DRITTE AUFLAGE DER KI-GUIDELINES FÜR KMU_

Vor diesem Hintergrund bietet auch die Wirtschaftskammer laufend neue bzw. aktualisierte Service-Angebote, um Betriebe bestmöglich etwa beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zu unterstützen. Aktuell sind das die KI-Guidelines für KMU, die hat die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gerade in einer dritten, umfassend überarbeiteten

Auflage veröffentlicht hat: https://www.wko.at/digitalisierung/ki-guidelines/start Der Leitfaden wurde gezielt weiterentwickelt und konsequent an die aktuellen Anforderungen der Unternehmenspraxis angepasst. Neben inhaltlichen Ergänzungen liegt ein besonderer Fokus auf der verbesserten Anwendbarkeit im betrieblichen Alltag.

Der KI-Leitfaden steht weiterhin online sowie als PDF zur Verfügung und kann individuell auf die jeweilige Organisation zugeschnitten werden. Die überarbeitete Formularstruktur erleichtert Unternehmen die strukturierte Erfassung der Inhalte, deren interne Weitergabe sowie die Integration in bestehende Prozesse. Inhaltlich wurde der Leitfaden neu gegliedert und punktuell weiter vertieft.

_WKÖ-ROTH: „DATEN ZEIGEN KLARE NOTWENDIGKEITEN FÜR KMU UND DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT“_

Die befragten Unternehmer:innen fordern daher verstärkte Maßnahmen, darunter den Ausbau souveräner Netze und Dateninfrastrukturen sowie die gezielte Förderung digitaler Souveränität. 86 Prozent von ihnen sprechen sich explizit für Unterstützung in Form von Förderprogrammen aus.

Aus diesen aktuellen Zahlen zur Digitalen Souveränität und KI im Rahmen der Konjunkturbeobachtung der WKÖ-Bundessparte Information und Consulting basieren, leitet WKÖ-Bundesspartenobmann Roth klaren Handlungsbedarf ab.

_FÜR DIE AUSREICHEND DOTIERTE FORTFÜHRUNG VON KMU.DIGITAL UND KLARE RAHMENBEDINGUNGEN_

Roth betont die Notwendigkeit, Digitalisierungsinitiativen wie KMU.DIGITAL fortzuführen und auch über das Jahr 2027 hinaus ausreichend finanziell zu dotieren: „Das ist gut investiertes Geld, denn die Maßnahmen der Förderinitiative stärken Innovationen und digitale Souveränität. Beides ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und kann Wachstumstreiber sein. Deshalb brauchen wir weiterhin die gezielte Unterstützung vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sowie klare, verlässliche Rahmenbedingungen.“ KMU.DIGITAL unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Österreich dabei, Digitalisierungsprojekte zu konzipieren, umzusetzen und in den Markt überzuführen und ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Dazu gehört eine klare KI-Governance in und für Österreich, die rasch umgesetzt werden muss, insbesondere was die Einsetzung der bereits beschlossenen KI-Behörde betrifft. Roth verweist auf das aktuelle Regierungsprogramm, das die Einrichtung einer KI Behörde bei der RTR-GmbH vorsieht: “Unsere Betriebe und Start-ups brauchen Planungssicherheit und Rechtssicherheit. Eine zentrale Behörde mit Fachkompetenz und Serviceorientierung ist eine wesentliche Voraussetzung, damit Innovationen weiterhin in Österreich Fuß fassen können.

Abschließend verweist Roth auf die Bedeutung einer leistungsstarken, digitalen Infrastruktur für die Digitale Souveränität. Die bevorstehende Novelle des Telekommunikationsgesetzes soll genutzt werden, um weitere Verbesserungen zu Rechtssicherheit und Netzausbau zu schaffen. Gerade Maßnahmen wie Entbürokratisierung in Genehmigungsverfahren, Implementierung eines Tiefbauatlas, Vereinfachungen bei der Verlegung in Mehrparteienhäusern können den Ausbau beschleunigen.

_KONJUNKTURERHEBUNG: WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG BLEIBT HERAUSFORDERND_

Die wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedsunternehmen der Bundessparte Information und Consulting bleibt jedoch – nicht zuletzt aufgrund globaler Verwerfungen – komplex und herausfordernd. „Zentral sind dabei die schwache Nachfrage, hohe Abgaben sowie eine überbordende Bürokratie. Insbesondere ist eine Senkung der Lohnnebenkosten notwendig“, so Bundesspartenobmann Roth. (PWK188/JHR)

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