
ÖGB-Berger: „Behinderung darf kein Armutsrisiko sein“
Sozialhilfe-Reform muss bundeseinheitliche, existenzsichernde Mindestsicherung bringen
Anlässlich der Sozialhilfe-Reform warnt das Chancen Nutzen Büro des ÖGB vor Verschlechterungen – insbesondere für Menschen mit Behinderungen. Bereits jetzt gelten mehr als ein Fünftel der Menschen mit Behinderungen als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet.
„Behinderung darf kein Armutsrisiko sein. Der Staat hat die Pflicht, allen Menschen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, stellt der Leiter des Chancen Nutzen Büros im ÖGB, Patrick Berger, klar.
Österreich ist durch die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, einen angemessenen Lebensstandard, sozialen Schutz und echte Teilhabe in allen Lebensbereichen sicherzustellen. „Diese Verpflichtung ist noch nicht ausreichend erfüllt. Hier braucht es endlich konsequentes Handeln“, so Berger.
EINHEITLICHE UND EXISTENZSICHERNDE MINDESTSICHERUNG
Der ÖGB fordert im Zuge der Reform klare bundesweite Mindeststandards: eine einheitliche, existenzsichernde Mindestsicherung für alle – ohne Verschlechterungen für Menschen mit Behinderungen.
„Sozialhilfe darf kein Fleckerlteppich sein. Menschen brauchen Sicherheit – egal in welchem Bundesland sie leben“, betont auch Sozialhilfeexpertin Martina Lackner.
BARRIEREN AM ARBEITSMARKT ABBAUEN
Viele Menschen mit Behinderungen könnten arbeiten, stoßen aber auf strukturelle Hürden. Sie sind deutlich häufiger arbeitslos und besonders oft von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen.
„Nicht die Menschen sind das Problem, sondern die Barrieren. Diese müssen endlich beseitigt werden“, so Berger.
Der ÖGB fordert daher eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die inklusive Beschäftigung ermöglicht: barrierefreie Arbeitsplätze, faire Chancen und langfristige Strategien für einen offenen Arbeitsmarkt.
GUTE ARBEIT SCHÜTZT VOR ARMUT
„Gute Jobs sind der beste Schutz vor Armut. Eine Politik, die Arbeit schafft und Teilhabe ermöglicht, stärkt die ganze Gesellschaft“, unterstreicht Berger.
Abschließend hält er fest: „Eine inklusive Gesellschaft macht uns alle stärker. Wer Menschen ausgrenzt, schwächt den Zusammenhalt – wer Teilhabe ermöglicht, gewinnt.“
ÖGB Kommunikation
Christine Esterbauer
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