
Taucher (SPÖ)/ Arapović (NEOS): Mehr Platz zum Flanieren und Radeln am Ring
SPÖ und NEOS bringen Resolutionsantrag zur Neugestaltung des Rad- und Fußverkehrs am Ring in den Wiener Gemeinderat ein
Die Wiener Ringstraße ist der zentrale Boulevard in Wien – und eine der am stärksten genutzten Straßen. Sie ist eine der Hauptschlagadern der Stadt und ein zentraler Öffi-Korridor. Auch immer mehr Zufußgehende – hier Lebende genauso wie begeisterte Wien-Besucher*innen – sowie Radler*innen sind am Ring unterwegs. Derzeit müssen sie sich die seitlichen Alleen teilen – großteiles ohne klare Trennung von Rad- und Fußverkehr. Der zunehmenden Nutzungsfrequenz wird das nicht mehr gerecht. Die „Aufschwungskoalition“ hat daher die Neugestaltung des Rad- und Fußverkehrs am Ring als Leuchtturmprojekt im Regierungsprogramm verankert.
Heute haben SPÖ und NEOS im Gemeinderat einen Resolutionsantrag eingebracht, mit dem sich der Wiener Gemeinderat zu diesem für Wien so wichtigen Vorhaben bekennt und der Notwendigkeit einer Neugestaltung noch einmal Nachdruck verleiht: „In den letzten Jahren hat der Radverkehr in Wien stetig zugenommen. Mit der Wiener Radwegeoffensive haben wir den Ausbau der Radinfrastruktur massiv vorangetrieben und damit das Hauptradnetz sicherer und durchgängiger gemacht. Bis 2026 haben wir in Wien rund 100 Kilometer neue Radwege realisiert – das sind gebaute Einladungen zum Radfahren für die Wiener*innen. Die Umgestaltung des Rings ist der nächste große Meilenstein, den die rot-pinke Aufschwungskoalition setzt. Damit wollen wir den Rad- und Fußverkehr am Ring entflechten und schaffen einen umweltfreundlichen Boulevard für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Öffi-Nutzer*innen“, betont SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher.
NEOS-Klubvorsitzende Selma Arapović betont: „Die Ringstraße ist einer der wichtigsten öffentlichen Räume Wiens – architektonisch einzigartig und täglich stark genutzt. Gleichzeitig ist sie für viele, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, unübersichtlich und zu eng. Mit der Neugestaltung schaffen wir genau dort mehr Platz, wo er gebraucht wird: Durch das Auflassen der Nebenfahrbahnen gewinnen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen deutlich an Raum. Hochwertige, beschattete Gehwege, ein durchgängiger Radhighway und mehr Grün machen den Ring künftig übersichtlicher, sicherer und angenehmer nutzbar für alle. Dieses Leuchtturmprojekt unserer Aufschwungskoalition ist der Anfang einer großen Veränderung und ein echter Meilenstein für die aktive Mobilität in Wien.“
Mobilitätsstadträtin Sima hat kürzlich gemeinsam mit NEOS-Klubvorsitzender Arapović und dem Bezirksvorsteher der Inneren Stadt Markus Figl (ÖVP) ein Konzept vorgestellt, wie die Neugestaltung aussenden soll: Der Rad- und Fußverkehr soll abschnittsweise auf der Innen- oder Außenseite umgestaltet werden. Die Nebenfahrbahnen sollen mit bis zu 4,50 breiten Radwegen oder Fahrradstraßen ganz den Radler*innen, die seitlichen Alleen zur Gänze zum Flanieren zur Verfügung stehen. Zusätzliche Begrünungen, Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen sorgen für mehr Aufenthaltsqualität entlang des Rings.
ETAPPENWEISE UMGESTALTUNG AB HERBST
Den Auftakt der Umgestaltung soll der rund 700 m lange Schottenring auf der Innenseite, also zwischen den U-Bahn-Stationen Schottentor und Schottenring machen. Nach den Arbeiten der Wasserwerke, die aktuell im Bereich Schottenring neue Wasserleitungen verlegen, soll es noch in diesem Herbst losgehen. Die zweite Bauphase wird den Universitätsring sowie den Schubert-, Stuben- und Parkring umfassen. Nach Abschluss aller Bauphasenwerden durchgängige Geh- und Rad-Alleen entstanden sein: an der Innenseite des Rings vom Schottenring bis zum Schwarzenbergplatz, an der Außenseite vom Schubertring bis zur Urania.
Die Neugestaltung folgt einem gesamthaften Ansatz, der zusammen mit dem renommierten, international tätigen Planungsbüro Gehl Architects aus Kopenhagen entwickelt wurde. Dabei werden die Bedürfnisse der Menschen als Nutzer*innen in den Mittelpunkt gestellt und Erfahrungen sowohl von anderen Projekten in Wien sowie auch anderen großen Städten berücksichtigt. Zudem hat sich die Stadt Wien auch Rat und Wissen von führenden Ringstraßen-Historiker*innen wie dem Kunsthistoriker und TU-Professor Harald Stühlinger eingeholt.
KLARE ENTFLECHTUNG VON FUSS- UND RADWEGEN
Je nach Nutzungsstärke auf den einzelnen Abschnitten des Rings wird die Innen- oder die Außenseite neu gestaltet. Die Hauptfahrbahnen für den Kfz-Verkehr sowie der öffentliche Verkehr bleiben unverändert bestehen. Zusätzlich zur Trennung von Fuß- und Radverkehr sowie zur durchgehenden Gestaltung wird bei der Neuplanung auf eine kontinuierliche, klare Wegeführung und die Verwendung von hochwertigen, barrierefreien Materialien geachtet. Die bisher unübersichtlichen und oft verwirrenden Verschwenkungen werden der Vergangenheit angehören. Neue Grünbeete entlang der Gehsteige und Sitzgelegenheiten schaffen neue Plätze, die zum Verweilen einladen.
EXTRA BREITE ZWEI-RICHTUNGS-RADWEGE UND FAHRRADSTRASSEN
Die zukünftige Rad-Allee bietet mit größtenteils 4,50 m breiten Zwei-Richtungs-Radwegen extra viel Platz und Fahrkomfort entlang des Rings. Die Radwege werden – erstmals in Wien – in Sandfarbe ausgeführt. Die Farbe ist eine Anspielung auf die historische Ausführung der ursprünglich geschotterten Reit-Alleen und harmoniert besonders mit den prächtigen Bauten entlang der Ringstraße. Der Farbkontrast zum Gehweg hilft bei derOrientierung und schafft Sicherheit. Die Farbe wird nicht aufgemalt, sondern bereits in den Asphalt eingearbeitet, dies trägt zu einer langen Haltbarkeit bei.
„ZWISCHENLINSEN“ SORGEN FÜR MEHR SICHERHEIT
Der bisher asphaltierte Gehsteig vor den Häusern und Palais der Ringstraße wird durch eine barrierefreie Granitstein-Pflasterung entsiegelt und schöner gestaltet. Wichtige Querungen für Fußgänger*innen über die Rad-Allee werden durch gepflasterte „Zwischenlinsen“ – kleine Inseln, die gegebenenfalls einen sicheren Zwischenstopp ermöglichen – markiert. Der Radverkehr wird dadurch an diesen Stellen entschleunigt. Auch die Kreuzungsbereiche werden durch Gehsteig-Vorziehungen für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer gemacht.
AUFTAKT AM SCHOTTENRING – BREITER ZWEI-RICHTUNGS-RADWEG UND 900 M² GRÜNFLÄCHEN
Ab Herbst 2026 wird die etappenweise Umgestaltung auf dem rund 700 m langen Schottenring begonnen – und zwar auf der Innenseite zwischen den U-Bahn-Stationen Schottentor und Schottenring. Die Außenseite bleibt unverändert. Fußgänger*innen bekommen deutlich mehr Platz – sie können in der schattigen Geh-Allee und auf dem Gehsteig unterwegs sein. Die Nebenfahrbahn wird zur Rad-Allee mit einem 4,50 m breiten Zwei-Richtungs-Radweg. Radfahrer*innen und Fußgänger*innen erhalten damit ihren jeweils eigenen, deutlich abgegrenzten Bereich. In einzelnen Abschnitten bleibt eine Zufahrt möglich. Auch für zusätzliche Begrünung wird gesorgt: Insgesamt werden mehr als 900 m² neue Grünflächen und Beete entlang des inneren Schottenrings errichtet. 12 neue Bäume werden alleine in diesem Abschnitt gepflanzt.
Renderings gibt es hier: https://flic.kr/s/aHBqjCS82r
(schluss)
SPÖ Rathausklub
Website: https://www.spoe.wien/rathausklub
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