KWS-Patent auf Mais: Europäisches Patentamt agiert gegen die EU

EPA macht Patentverbote wirkungslos – EU-Abgeordnete müssen durch NGT-Abstimmung eingreifen

DAS EUROPÄISCHE PATENTAMT (EPA) ERTEILT PATENTE AUF KONVENTIONELL GEZÜCHTETE PFLANZEN – OBWOHL DIESE IN EUROPA AUSDRÜCKLICH VERBOTEN SIND. DER AKTUELLE FALL EINES KWS-PATENTS AUF MAIS MIT VERBESSERTER VERDAULICHKEIT ZEIGT EXEMPLARISCH, WIE DAS EPA DAS PATENTVERBOT AUF PFLANZEN AUS KLASSISCHER ZÜCHTUNG SYSTEMATISCH UMGEHT. IN DIESEM PRÄZEDENZFALL HAT DAS INTERNATIONALE BÜNDNIS „NO PATENTS ON SEEDS!“ KÜRZLICH BESCHWERDE EINGELEGT. DAS PATENT BETRIFFT NATÜRLICHERWEISE VORKOMMENDE GENE, ABER AUCH DIE ERNTE DIESES MAISES UND DARAUS HERGESTELLTE FUTTERMITTEL. _„Das Patent auf Mais ist ein Skandal – es wird genau das patentiert, was eigentlich vom Patentverbot ausgenommen sein sollte: natürlich vorkommende Eigenschaften, die Verwendung von gentechnikfreien Pflanzen für die Züchtung, aber auch daraus hergestellte Futtermittel wie Silage. Österreichs EU-Abgeordnete müssen diese Gefahr für unser Ernährungssystem morgen bei der Abstimmung zu Neuer Gentechnik (NGT) im EU-Umweltausschuss stoppen“,_ so Dagmar Urban, Expertin für Saatgutrecht bei ARCHE NOAH.

ARCHE NOAH, Gesellschaft zur Erhaltung und Verbreitung der
Kulturpflanzenvielfalt
Zoe Hackenberg
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