Hammer/Voglauer zum Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus: Erinnern heißt handeln – entschlossen gegen Rechtsextremismus

Jahrestag der Befreiung von Mauthausen mahnt zu Wachsamkeit und konsequentem Handeln – Grüne fordern umfassendes, bundesweit einheitliches Gedenkstättenkonzept

Am 5. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen von der US-Armee befreit. Über 100.000 Menschen wurden dort ermordet, mehr als 200.000 inhaftiert. Seit 1997 ist der 5. Mai der nationale Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Die Grünen fordern ein umfassendes, bundesweit einheitliches Gedenkstättenkonzept sowie den Ausbau und die finanzielle Absicherung des Gedenkdienstes: „Erinnerung muss alle Orte der Verfolgung und des Widerstands sichtbar machen. Auch weniger bekannte Stätten wie den Peršmanhof. Gleichzeitig braucht es endlich die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus. Nur so wird aus Erinnerung konkrete Verantwortung für die Zukunft“, sagen Lukas Hammer, Sprecher der Grünen für Rechtsextremismus und Gedenkpolitik, und Olga Voglauer, Sprecherin der Grünen für Volksgruppen.

„Die Verbrechen des Nationalsozialismus verpflichten uns bis heute. Gedenken darf nicht beim Erinnern stehen bleiben – es muss Auftrag zum Handeln sein. Gerade in Zeiten, in denen autoritäre und rechtsextreme Kräfte erstarken, braucht es eine klare, entschlossene Haltung für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit“, betont Hammer und hält fest: „Ein ‘Nie wieder’ ist keine Floskel, sondern eine tägliche Verantwortung – in Politik, Institutionen und Gesellschaft.“

„Die nationalsozialistischen Verbrechen – die Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden, Roma und Romnija, politischen Gegner:innen, Menschen mit Behinderungen und vielen weiteren Verfolgten – sind das dunkelste Kapitel unserer Geschichte“, ergänzt Voglauer und hält fest: „Gerade heute sehen wir wieder verstärkt, wie Feindbilder geschürt und Minderheiten angegriffen werden. Dem müssen wir mit Zusammenhalt, Solidarität und klarer Kante entgegentreten.“

Hammer und Voglauer betonen die zentrale Rolle einer starken Zivilgesellschaft und funktionierender demokratischer Institutionen: „Rechtsextremen Strukturen muss entschieden entgegengetreten werden: durch Prävention, Aufklärung und konsequentes Vorgehen des Rechtsstaats. Es braucht eine breite Allianz gegen Hass, Rassismus und Antisemitismus.“

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