Jungbauern zu Import-Eiern bei SPAR: “Das ist ein völlig falsches Signal“

Hutter: “Es ist ausreichend heimische Ware vorhanden. Deshalb dürfen ausländische Frischeier nicht im österreichischen Supermarktregal landen.“

Die Österreichischen Jungbauern kritisieren die Entscheidung von SPAR, ausländische Eier ins Sortiment aufzunehmen. Für Bauernbund-Jugendsprecherin BR VIKTORIA HUTTER ist dieser Schritt ein völlig falsches Signal an die heimischen Legehennenbetriebe und an die nächste Generation in der Landwirtschaft: “Es ist ausreichend heimische Ware vorhanden. Deshalb dürfen ausländische Frischeier nicht im Supermarktregal landen. Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren Eier in bester Qualität, mit hohen Standards und transparenter Herkunft. Diese Qualität darf nicht durch Importware unter Druck gesetzt werden“.

Zwtl.: Heimische Betriebe haben geliefert

Österreichs Legehennenbetriebe haben über viele Jahre in Qualität, Kontrolle, Rückverfolgbarkeit und moderne Stallungen investiert. Möglich war dieser Weg auch deshalb, weil es ein klares Vertrauen darauf gab, dass der Lebensmittelhandel bei Frischeiern auf österreichische Herkunft setzt.

“Unsere Betriebe haben geliefert. Sie haben investiert, sich weiterentwickelt und Standards aufgebaut, auf die Österreich zurecht stolz sein kann. Wenn ein großer Lebensmittelhändler nun ausländische Eier ins Regal legt, obwohl heimische Ware vorhanden ist, ist das für uns völlig inakzeptabel“, betont Hutter.

Zwtl.: Junge Betriebe brauchen Verlässlichkeit

Aus Sicht der Jungbauern geht es dabei nicht nur um eine einzelne Entscheidung im Sortiment. Es geht um Planungssicherheit, Investitionsbereitschaft und faire Perspektiven für junge Menschen, die einen Hof übernehmen oder weiterentwickeln wollen.

“Wer heute in einen Betrieb investiert, übernimmt Verantwortung für viele Jahre. Junge Bäuerinnen und Bauern brauchen Verlässlichkeit. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Produkte auch morgen noch einen Platz im österreichischen Regal haben. Wenn stattdessen Importware hereingeholt wird, nimmt man jungen Betrieben ein Stück Planungssicherheit und Zukunftsperspektive“, erklärt Hutter.

Zwtl.: Heimische Qualität darf nicht verdrängt werden

Österreich produziert jährlich mehr als zwei Milliarden Eier. Die heimischen Betriebe stehen für kurze Wege, kontrollierte Qualität und transparente Herkunft. Gerade deshalb ist es aus Sicht der Jungbauern unverständlich, wenn im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel nun auf Import-Eier gesetzt wird.

“Wir scheuen den Wettbewerb nicht, aber wir erwarten Wettbewerb auf Augenhöhe. Wenn das Beispiel Import-Eier Schule macht und künftig billigere Ware mit im Regelfall niedrigeren Produktionsstandards verstärkt auf den heimischen Markt drängt, geraten jene österreichischen Mehrleistungen unter Druck, auf die unsere Konsumenten zurecht vertrauen. Das darf nicht der Weg sein“ betont Hutter.

Zwtl.: Klares Bekenntnis des Handels notwendig

Die Jungbauern erwarten vom Lebensmittelhandel ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Aus Sicht der Jungbauern muss SPAR diese Entscheidung überdenken und zum bewährten Qualitätskurs zurückkehren.

“Unsere Botschaft ist klar: Heimische Eier gehören in österreichische Regale. Wer Versorgungssicherheit, Qualität und regionale Wertschöpfung will, muss sich auch dann zur österreichischen Landwirtschaft bekennen, wenn es im Einkauf vielleicht einfacher wäre, woanders zuzugreifen. Wir stehen an der Seite unserer bäuerlichen Familienbetriebe“, so Hutter abschließend. _(Schluss)_

Bauernbund Österreich
Martin Grob, MA
Telefon: +43 664 8850 9559
E-Mail: m.grob@bauernbund.at
Website: https://www.bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender