
GÖD-Justizwachegewerkschaft: Personalnotstand spitzt sich dramatisch zu
In Gesprächen in der Sonderanstalt für Jugendliche Münichplatz wurde gestern die äußerst angespannte Personalsituation erneut thematisiert. Seit langer Zeit ist das bekannte Problem des massiven Personalmangels ungelöst. Ein Drittel der vorgesehenen Planstellen ist weiterhin unbesetzt.
Gleichzeitig wird die Belagszahl durch das zuständige Ministerium laufend erhöht. Diese Entwicklung verschärft die ohnehin prekäre Lage zusätzlich und bringt die Bediensteten zunehmend an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.
Die Beamtinnen und Beamten leisten Außerordentliches. Viele sind mittlerweile am Limit, Erschöpfung und Verzweiflung machen sich breit. Dass es bislang zu keinen schwerwiegenden Vorfällen gekommen ist und der Dienstbetrieb für die Jugendlichen überhaupt noch aufrechterhalten werden kann, ist ausschließlich der hohen Loyalität, dem Pflichtbewusstsein und dem persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken.
Auch die Volksanwaltschaft hat bereits auf den dringenden Handlungsbedarf hingewiesen. Dennoch ist bis heute keine nachhaltige Verbesserung erkennbar. Vielmehr entsteht der Eindruck einer zunehmenden Handlungsunfähigkeit der zuständigen Dienstbehörde.
Die Beschäftigten fordern daher umgehend wirksame Maßnahmen zur Entlastung des Personals, eine rasche Nachbesetzung offener Planstellen sowie realistische Rahmenbedingungen für einen sicheren und professionellen Betrieb der Einrichtung.
„Ein weiteres Zuwarten ist weder den Bediensteten noch den Jugendlichen in der Anstalt zumutbar“, betont Claudia Gradinger.
Claudia Gradinger
Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft NÖ
Mitglied der Bundesleitung der Justizwachegewerkschaft
Telefon: 0676 898974225
E-Mail: claudia.gradinger@my.goed.at
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