
„Bewusst gesund“ über das drängende gesundheitspolitische Thema ME/CFS
Am 16. Mai um 17.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Dr. Christine Reiler präsentiert im ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst gesund“ am Samstag, dem 16. Mai 2026, um 17.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:
Ex-Song-Contest-Teilnehmerin Kaleen – ihr Leben mit der Weißfleckenkrankheit
Vitiligo – auch Weißfleckenkrankheit genannt – ist eine Hauterkrankung, bei der sich helle Flecken auf der Haut bilden. Diese können sich im Lauf der Zeit vergrößern und vermehren. Der Körper attackiert die eigenen Pigmentzellen, die den Hautfarbstoff Melanin herstellen. Die Ursachen dieser chronischen Autoimmunerkrankung sind noch immer unerforscht. Für viele Betroffene bedeutet das nicht nur eine körperliche Veränderung: Es heißt auch Blicke, Fragen und Vorurteile auszuhalten – und führt oft zu einer starken psychischen Belastung. Jemand, der mit dieser Krankheit sehr offen umgeht, ist die österreichische Sängerin Kaleen. Sie steht auf der Bühne im Rampenlicht – und zeigt dabei selbstbewusst ihre Haut. Auch schon im Jahr 2024, als sie für Österreich beim Eurovision Song Contest angetreten ist. Als Mitglied der österreichischen Vitiligo-Selbsthilfegruppe setzt sie sich nun für mehr Aufklärung und mehr Verständnis für die Erkrankung ein. Gestaltung: Stefanie Zupan
Studiogespräch: ME/CFS – was tut sich?
Die meisten Menschen haben in der Corona-Pandemie erstmals von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom) gehört. Die Weltgesundheitsorganisation hat ME/CFS bereits 1969 als neurologische Erkrankung anerkannt, doch vieles blieb unklar. Heute weiß man, dass es sich dabei um eine schwere Multisystemerkrankung handelt, bei der das Immunsystem und das autonome Nervensystem durcheinandergeraten. Charakteristisch ist die Post-Exertional Malaise (PEM), eine massive Verschlechterung des Zustands nach minimaler Belastung. Während der innere Antrieb der Betroffenen bleibt, zwingt die körperliche Erschöpfung rund 25 Prozent in die Bettlägerigkeit. Einzige Hilfe bietet derzeit das „Pacing“, ein striktes Energiemanagement zur Vermeidung von Rückfällen. Neue Studien untersuchen nun mögliche Therapieansätze. Trotz einiger Fortschritte fehlt es aber noch immer an medizinischer Versorgung, Anerkennung der Erkrankung und der gezielten Förderung von Forschung auf diesem Gebiet. ME/CFS sei ein äußerst drängendes gesundheitspolitisches Thema, appelliert der Neurologe Dr. Michael Stingl.
Gartentherapie – die heilsame Wirkung der Natur
Natur als Medizin: In der Klinik Hietzing in Wien gewinnt die Gartentherapie zunehmend an Bedeutung und ergänzt klassische Behandlungsformen wirkungsvoll. Patientinnen und Patienten profitieren dabei nicht nur körperlich, sondern auch psychisch von der heilsamen Kraft der Natur. Diese wirkt beruhigend auf die Psyche und stärkt das Wohlbefinden. Vor allem Menschen mit Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder auch Burnout erfahren durch diese ergänzende Therapieform spürbare Unterstützung. Unter fachlicher Anleitung arbeiten sie im Garten – sie pflanzen, pflegen und ernten. Dabei werden Achtsamkeit und der Umgang mit dem Scheitern trainiert. Zudem hat Gartenarbeit eine stark meditative Komponente, denn sie zwingt, im Hier und Jetzt zu sein. Anlässlich des Welttags der Gartentherapie am 18. Mai beleuchtet „Bewusst gesund“ deren positiven Effekte. Gestaltung: Vroni Brix
„Bewusst gesund“-Tipp zum Thema Reflux
Ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen und Druck im Magen – Sodbrennen ist weit verbreitet und kann sehr unangenehm sein. Die Ursache ist meistens Magensäure, die in die Speiseröhre zurückfließt und dort die Schleimhaut reizt. Welche Rolle Ernährung und Essgewohnheiten bei der Refluxkrankheit spielen und in welchem Fall eine Operation notwendig ist, erklärt Prof. Dr. Siegfried Meryn.
Am Ball bleiben – warum Tischtennis fit hält
Tischtennis zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Sportarten weltweit und erlebt aktuell einen regelrechten Aufschwung. Die Faszination liegt dabei in der einzigartigen Kombination aus Schnelligkeit, Technik und taktischem Geschick. Besonders im urbanen Raum erfreut sich Tischtennis immer größerer Beliebtheit. Öffentliche Tischtennisplatten in Parks und Freizeitanlagen fördern die Bewegung und bringen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Und das ist gut so, denn der Sport ist besonders für Seniorinnen und Senioren ideal, wie zwei Senioren-Weltmeisterinnen im Alter von 80 und 77 Jahren sowie eine dreifache Europameisterin, 90 Jahre, in der Sendung bestätigen. Gestaltung: Vroni Brix
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