
Burgenland verliert weiteren KJP-Facharzt
Offener Brief an Gesundheitsministerin Schumann
Mit der Kündigung des ärztlichen Leiters der Kinder -und Jugendpsychiatrie der Sozialen Dienste Eisenstadt im März 2026 verlässt ein weiterer Fachmann das Burgenland. Unter dem Druck der seit Jahren unhaltbaren Versorgungssituation im Burgenland gibt somit innerhalb von einem Jahr die nächste qualifizierte Person aus dem Fachbereich Kinder -und Jugendpsychiatrie auf. Seine Stelle wurde nicht neu besetzt, sondern einem bereits völlig überlasteten Kollegen des Gesundheitsressorts zusätzlich übertragen – eine Notlösung, die das strukturelle Versagen nur weiter vertieft. Es geht längst nicht mehr nur um fehlende Betten. Das Burgenland verfügt über kein kinder- und jugendpsychiatrisches Gesamtkonzept – keine Tagesklinik, keine subakut-stationären Strukturen, keine ausreichende ambulante Versorgung. Landeshauptmann Doskozil bezeichnet die Lage unter Berufung auf die Art.-15a-B-VG-Vereinbarung als ausreichend. Als Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeutin und ehemalige Landeskoordinatorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Burgenland (2014–2025) gemeinsam mit der ÖGKJP, bin ich im November 2025 aus Protest öffentlich zurückgetreten. Ich wende mich heute in einem offenen Brief an Bundesministerin Korinna Schumann und fordere ein direktes Eingreifen des Bundes.
Ehem. Landeskoordinatorin für KJP Burgenland
Ass. Prof. i.R. Dr. Brigitte Hackenberg
Telefon: +43 676 3357683
E-Mail: brigitte@ordination-hackenberg.at
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