
Aviso: „Auswirkungen des Tourismus auf unsere Spitäler“ – Enquete der Bundeskurie angestellte Ärzte der ÖÄK am 20. Mai 2026
Die BKAÄ diskutiert mit Experten und Publikum, warum Ski- und Bergtourismus den Druck auf die regionalen Krankenhäuser erhöhen und was das für die Patientenversorgung bedeutet.
Zunehmender Tourismus sorgt für steigende Besucher-, aber auch Patientenzahlen. Das stellt zum Beispiel die Spitäler in Tirol vor besondere Herausforderungen, insbesondere im Winter: Eine Enquete der Bundeskurie angestellte Ärzte (BKAÄ) der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) beleuchtet am 20. Mai das Spannungsfeld zwischen optimaler Patientenversorgung, Überlastung der Spitäler und gerechter Qualität in der Gesundheitsversorgung: „Auswirkungen des Tourismus auf die Spitäler“ ist der Titel dieser Enquete, die in der Tiroler Ärztekammer (Anichstraße 7, 6020 Innsbruck, Beginn: 17:30 Uhr) stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos, das Event wird auch online live übertragen.
„Die Enquete soll die Auswirkungen des Tourismus auf die Spitalsversorgung beleuchten, Lösungsansätze, inklusive privatmedizinischer Versorgung, aufzeigen und mögliche Anpassungen im System anstoßen. Wir möchten einen Blick hinter die Kulissen werfen: Wer sind die Menschen, die oft 25 Stunden am Stück vollen Einsatz zeigen, um all diese Bedürfnisse zu decken?“, erklärt Daniel von Langen, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte.
Das Thema ist brisant, wie die aktuellen Zahlen zeigen: Der Österreichische Bergrettungsdienst hatte im Jahr 2025 insgesamt 10.912 Einsätze und damit so viel wie nie zuvor. Das ist ein weiterer deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Auch die Bergrettung Tirol, deren neuer Landesarzt Thomas Huber auch eine Keynote beisteuert, rückte 2025 so oft wie noch nie aus, nämlich erstmals über 4.000 Mal – 31 Prozent davon auf Skipisten. Im freien Gelände waren zwölf Prozent der Einsätze nötig, gefolgt von Einsätzen auf Wanderwegen (11 Prozent). Die Belastung der Spitalsambulanzen ist also kein „Winter-Phänomen“, das im weiteren Jahresverlauf verschwindet. Die massiven Belastungen der regionalen Spitäler ziehen sich bei wachsendem Alpintourismus über das gesamte Jahr.
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