Klima Biennale Wien 2026 zieht starke Bilanz: Fünf Wochen Kunst, Diskurs und Zukunftsfragen

24 Ausstellungen, knapp 250 Veranstaltungen und 173 Künstler*innen machten Wien zum Treffpunkt für Klima, Kunst und Gesellschaft.

Die zweite Klima Biennale Wien ging am Sonntag, dem 10. Mai 2026, erfolgreich zu Ende. Von 9. April bis 10. Mai verwandelte sie Wien erneut in einen vielfältigen Ort für Kunst, Diskurs und gesellschaftlichen Austausch rund um die Klimakrise und ihre Auswirkungen auf Gegenwart und Zukunft. Insgesamt verzeichnete die Biennale allein bei Veranstaltungen und Indoor-Ausstellungen mehr als 66.000 Besucher*innen. Die Klima Biennale ist eine Initiative der Stadt Wien, veranstaltet vom KunstHausWien, einem Museum der Wien Holding.

Exemplarisch für die starke Präsenz im öffentlichen Raum steht Margot Pilz’ Installation _Kaorle am Karlsplatz 2026_, deren Besucher*innen-Frequenz mit 94.720 Menschen mit einer Verweildauer von über einer Stunde gemessen wurde. Welche Aufmerksamkeit das Projekt darüber hinaus erzielte, zeigt sich auch in der medialen Resonanz: Die Installation wurde in mehr als 100 Medienbeiträgen aufgegriffen – darunter in prominenten internationalen Zeitungen wie The New York Times.

Bereits die Eröffnung am 9. April zeigte die Strahlkraft des Festivals: Mehr als 1.100 Gäste feierten den Auftakt zwischen Walgesängen am Karlsplatz und Trompetenklängen von Yoni Planet im KunstHausWien. Die beiden Ausstellungen im KunstHausWien zählten im Festivalzeitraum knapp 20.000 Besucher*innen. Daneben entwickelte sich insbesondere der Karlsplatz mit den Arbeiten von Margot Pilz, Zheng Mahler, Pia Sirén und Folke Köbberling zum Zentrum für künstlerische Interventionen, Aktivierungen und Veranstaltungen und wurde so zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunstinteressierte, Stadtgesellschaft, Tourist*innen, Familien und Klimaaktivist*innen. Ob bei Lesungen oder Diskussionsveranstaltungen, am Basteltisch, bei Yoga-Sessions oder in der Silent Disco – der öffentliche Raum wurde zur Plattform für Begegnung und Auseinandersetzung mit den Veränderungen unserer Zeit. Vertiefende Diskussionen bot der Klimagipfel im Funkhaus Wien, den rund 260 Teilnehmer*innen besuchten. Dort diskutierten unter anderem der Soziologe Nikolaj Schultz, die Universitätsprofessor*innen Sigrid Stagl und Franz Essl oder die Aktivistin Luisa Neubauer über Klimawandel und gesellschaftliche Transformation.

Im Vergleich zur ersten Ausgabe 2024 setzte die Klima Biennale Wien heuer auf eine kompaktere Laufzeit, ein verdichtetes Programm und eine stärkere Präsenz im öffentlichen Raum. Erstmals unter einem gemeinsamen Leitmotiv stehend, widmete sich die Biennale mit _Unspeakable Worlds_ jenen komplexen Realitäten unserer Zeit, die sich mit Sprache allein nicht vollständig erfassen lassen. In den sechs Programmschienen _Public Space,Festivalzentrale_, _Immediate Matters, Zukunftshorizonte, Solutions & Strategies_ sowie _Partners in Climate_ wurden künstlerische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven miteinander verknüpft. Insgesamt umfasste das Programm 24 Ausstellungen, rund 250 Veranstaltungen und Beiträge an 82 Orten – darunter 32 Standorte im öffentlichen Raum – sowie Arbeiten von 173 Künstler*innen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Interventionen im Stadtraum. Im Programmschwerpunkt _Public Space _waren unter anderem die Ausstellung _(No) Funny Games_ sowie Projekte der Wirtschaftsagentur Wien im Rahmen des Wettbewerbs _Creatives for Vienna: Making Spaces_ zu sehen. Gemeinsam mit mehr als 60 Partner*inneninstitutionen wurden darüber hinaus Programmpunkte in der gesamten Stadt realisiert – unter anderem im Wiener Riesenrad, in der Karlskirche, an mehreren Universitäten sowie in zahlreichen weiteren Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Vieles bleibt über die Biennale hinaus im Stadtraum präsent: So wird das Mural _Souvenir_ von NEVERCREW dauerhaft erhalten bleiben, während unter anderem die Arbeiten von Eva Seiler in der MQ Art Box sowie die Installation von River Claure an der Hauswand der BWSG in der Nordbahnstraße, sowie Ausstellungsprojekte der _Partners in Climate_ noch bis Sommer zu sehen sind. Im KunstHausWien sind die Ausstellungen _I Wish We Had More Time_ vom Institute of Queer Ecology noch bis 9. August 2026 und _Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures_ noch bis 14. Februar 2027 zu entdecken. Das Projekt „Playing Food“, das gemeinsam mit dem Klimaströme Festival entstand, ist noch bis 20.06. in DAS WEISSE HAUS zu sehen und wandert danach weiter nach Hamburg. Im Rahmen der Eröffnung und des Closings wurde zudem die Donau zur Bürgerin der Stadt erklärt – eine Initiative, die gemeinsam mit der _VIENNA DESIGN WEEK_ über das Festival hinaus weitergeführt wird.

Zur Petition: https://mein.aufstehn.at/petitions/unterzeichnung-der-rechte-fur-die-mit-burger-in-donau

Die Klima Biennale Wien bedankt sich bei allen Projektpartner*innen, Künstler*innen, Institutionen und Unterstützer*innen, die zum Erfolg der zweiten Ausgabe beigetragen haben. Besonderer Dank gilt der Bank Austria als Hauptsponsorin sowie insgesamt elf Sponsor*innen und Förderpartner*innen, die die Durchführung der Biennale ermöglicht haben. Ebenso bedankt sich die Klima Biennale Wien bei der Stadt Wien für ihre Unterstützung.

Mit ihrem interdisziplinären Programm und Partnerschaft als Prinzip setzte die Klima Biennale Wien erneut ein starkes Zeichen für die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und gesellschaftlichem Dialog und etablierte sich weiter als zentrale Plattform für die kulturelle Auseinandersetzung mit der Klimakrise.

Alexandra Guth
Kunst Haus Wien – Leitung Kommunikation
Tel: 01 712 04 91-43
Mobil: 0664 88218118
E-Mail: alexandra.guth@kunsthauswien.com
www.kunsthauswien.com

Alexander Hirschmann
Wien Holding – Corporate Communications
Tel.: 01 408 25 69 – 13
E-Mail: a.hirschmann@wienholding.at
www.wienholding.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender