
Greenpeace zu Stocker-Magyar-Treffen: Endlich Durchbruch im Asbest-Skandal
Bundeskanzler hat Ausmaß erkannt und erste wichtige Schritte gesetzt – Jetzt muss auch das Burgenland mit großflächigen Asbestsanierungen starten
Im Rahmen des heutigen Treffens zwischen Kanzler Stocker und Ungarns Premier Magyar kam auch der vom Burgenland ausgehende Asbest-Skandal zur Sprache. Kanzler Stocker hat im Anschluss an das Treffen angekündigt, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzurichten sowie Ungarn bei der Bewältigung der Krise und Aufklärung zu unterstützen. Greenpeace sieht darin einen Meilenstein zur Lösung des Asbest-Skandals erfüllt.
Stefan Stadler, wissenschaftlicher Experte bei Greenpeace Österreich: _“Wir freuen uns sehr, dass Kanzler Stocker unsere Forderungen nach einem Krisenstab und nach einer Kooperation mit Ungarn umgesetzt hat. Wichtig ist jetzt, dass die burgenländische Landesregierung diesen Weckruf hört und endlich die notwendigen großflächigen Maßnahmen setzt, wie sie in Niederösterreich und Ungarn bereits umgesetzt werden.”_
Erst gestern hat László Győző, Vizebürgermeister der ungarischen Stadt Szombathely, im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs mit Greenpeace kritisiert, dass aus Österreich keine Informationen gekommen waren und die Unterstützung der Behörden bisher gefehlt hatte.
Greenpeace fordert eine Reihe an Sofortmaßnahmen für Betroffene in Ungarn und Österreich. Unter anderem braucht es kostengünstige und umweltverträgliche Möglichkeiten zur Entsorgung des Asbestschotters. Der nach Ungarn gelieferte Schotter muss von Österreich zurückgenommen werden. Stadler: _“Im Gegensatz zu Ungarn hat Österreich bei der Aufklärung bislang weitgehend versagt. Noch immer ist nicht bekannt, wo überall das Material gelandet ist und welche Maßnahmen die zuständigen Behörden ergreifen. Mit dem heutigen Einschreiten von Kanzler Stocker wird sich das jetzt hoffentlich rasch ändern.”_
Stefan Stadler
Wissenschaftlicher Experte
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