21.000 Menschen bei Uni-Demo: Schluss mit Kürzungen, her mit fairer Hochschulfinanzierung

Zählung übertrifft Erwartungen der ÖH: Über 20 Tausend Menschen versammeln sich vor der Universität Wien, um ein klares Zeichen gegen die Einsparungen an den Unis zu setzen.

Der aktuelle Sparkurs bei den Universitäten muss gestoppt werden. Universitäten brauchen eine nachhaltige und ausreichende Finanzierung. Der überwältigende Andrang von Studierenden, Universitätspersonal und Unterstützer_innen heute macht deutlich, dass Kürzungen nicht akzeptiert werden. Die bestehende Unterfinanzierung an den Universitäten dürfe nicht weiter verschärft werden: überfüllte Lehrveranstaltungen, zu geringe Betreuungskapazitäten und wachsende soziale Unsicherheit für Studierende.

Die ÖH fordert daher von der Bundesregierung im Rahmen der anstehenden Budgetverhandlungen ein klares Umsteuern und ein verbindliches Bekenntnis zur langfristigen Absicherung der Universitätsbudgets. „Das Budget muss jetzt nachhaltig abgesichert werden. Denn was hier gerade passiert, ist ein direkter Angriff auf unsere Hochschulen, auf unsere Bildung und auf die Zukunft von uns allen“, betont Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz in der Rede des ÖH-Vorsitzteams vor der Universität Wien.

Während das Universitätsbudget gekürzt werde, blieben große Vermögen und Erbschaften unangetastet. Gleichzeitig fließen weiterhin mehrere Milliarden jährlich in klimaschädliche Subventionen. „Die Entscheidung, ob bei Frauen, Erwerbslosen und Studierenden gespart wird, oder man sich das Geld bei den Konzernen, fossilen Subventionen und Überreichen holt, ist eine politische“, so Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz vor der Uni Wien. Die ÖH fordert eine gerechte Besteuerung von Vermögen und den sofortigen Stopp von klimaschädlichen Subventionen, um die Budgetkrise zu bewältigen.

Die Vertagung der Entscheidung über die Universitätsbudgets ändert für die ÖH nichts an der Situation. Die milliardenschweren Kürzungen stünden weiterhin im Raum. Es brauche jetzt Klarheit, statt bis Oktober in Unsicherheit zu leben: _„_Die Vertagung auf den Herbst schafft keine Sicherheit. Es braucht jetzt klare Entscheidungen und eine zukunftsorientierte Prioritätensetzung in der Budgetpolitik_“, erklärt Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz beim Redebeitrag abschließend._

Die heutige Demonstration ist damit ein deutliches politisches Signal: Der Sparkurs muss gestoppt werden. Die ÖH fordert ein klares Statement der Bundesregierung zur Zukunft der Universitätsfinanzierung und kündigt an, den Druck weiter zu erhöhen, sollte dieses ausbleiben.

Bereits morgen werden die Proteste in den Bundesländern fortgesetzt – in Linz, Graz, Salzburg und Klagenfurt. Mehr Infos hier.

_Fotos von der Demonstration werden nach und nach unter diesem __Link__ zur freien Verwendung (© ÖH) hinzugefügt._

Pepe Loibner
Pressesprecher

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