
Roboter im Kinder-OP: 100 roboterassistierte Eingriffe bei Kindern in der Klinik Donaustadt
„Es ist wie Operieren in einer Streichholzschachtel“, erklärt Thomas Benkö, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie der Klinik Donaustadt, wenn er über die Größe des Operationsfeldes bei Kindern spricht. Hier zählt jeder Millimeter. Und da kommt der Da Vinci OP-Roboter genau richtig. „Die roboterassistierte Chirurgie ermöglicht es, äußerst präzise auf engstem Raum Strukturen zu operieren, die so fein sind wie Schmetterlingsflügel“, sagt der Kinderchirurg Thomas Benkö. Das jüngste Kind, das mit Roboterassistenz operiert wurde, war bisher 8 Monate alt. Das niedrigste Körpergewicht eines Kindes betrug 7,5 Kilogramm. Nun fand der 100. Eingriff statt.
ENEAS NIERE FUNKTIONIERT NICHT MEHR RICHTIG – EIN FALL FÜR DEN OP-ROBOTER
Der 10-jährige Enea hat nach dem Herumtoben mit seinen Freunden plötzlich starke Bauchschmerzen. Seine Eltern fahren mit ihm in die Kinderambulanz der Klinik Donaustadt – Verdacht auf Blinddarmentzündung. Die Untersuchungen zeigen allerdings: Enea hat eine Abflussstörung des Harns zwischen Nierenbecken und Harnleiter. Die rechte Niere funktioniert deshalb nicht mehr richtig. Um Eneas Nieren langfristig zu schützen, wird der Bub deshalb roboterassistiert operiert. Er bekommt eine Nierenbeckenplastik – eine urologische OP, um den ungestörten Harnfluss wieder zu ermöglichen.
NACH NUR 3 TAGEN WIEDER ZU HAUSE
Bereits nach 3 Tagen geht der kleine Patient wieder nach Hause. Wie ist es ihm ergangen? „Gut, ich habe nur meine Haustiere vermisst“, sagt der 10-jährige Patient. Eine große Narbe bleibt dem Buben dank des schonenden Eingriffs erspart, sichtbar sind nur 4 kleine Punkte am Bauch. Nach einer kurzen Erholungsphase führt Enea wieder ein unbeschwertes Kinderleben.
ALS WÜRDE MAN MITTEN IM BAUCH SITZEN
Die Vorteile des OP-Roboters: Mit seiner Hilfe arbeiten die Chirurg*innen noch präziser und die Instrumente des Roboters haben einen größeren Bewegungsradius zur Verfügung als die menschliche Hand. Außerdem liefert die Kamera eine 10-fach vergrößerte Darstellung. „Als würde man mitten im Bauch sitzen“, beschreibt es Thomas Benkö. Für kleine Operationsfelder wie in der Kinderchirurgie ist das von unschätzbarem Wert. All das sorgt dafür, dass die kleinen Patient*innen schneller wieder fit sind.
KLINIK DONAUSTADT VORREITER IN DER ROBOTERASSISTIERTEN KINDERCHIRURGIE
Im Bereich der roboterassistierten Kinderchirurgie nimmt die Klinik Donaustadt eine Spitzenposition ein. Seit 2023 ist der OP-Roboter hier in der Kinderchirurgie im Einsatz. Zusätzlich zur hohen Anzahl an Eingriffen bietet die Klinik Donaustadt eines der breitesten Behandlungsspektren in Österreich. Neben den Bereichen Oberbauch (z.B. Anti-Reflux-OPs, Milzteilentfernungen) und Niere (z.B. Nierenbeckenplastiken) kommt der OP-Roboter auch bei Darmteilentfernungen (bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) zum Einsatz.
Wiener Gesundheitsverbund – Generaldirektion,
Unternehmenskommunikation Klinik Donaustadt
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