Märchensommer Niederösterreich feiert 20-jähriges Jubiläum

LH Mikl-Leitner: „Poysbrunn ist die Märchenhauptstadt Niederösterreichs“

In einer Pressekonferenz blickten heute, Montag, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Intendantin und Regisseurin Nina Blum auf 20 Jahre Märchensommer Niederösterreich zurück. Die ersten zwei Jahre fand dieser in Schloss Thürnthal in Fels am Wagram statt, seit 18 Jahren wird im Schloss Poysbrunn gespielt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach von einer Erfolgsgeschichte: „Der Märchensommer Poysbrunn ist ein Highlight im niederösterreichischen Kultursommer, stark in der Region verwurzelt, bringt Menschen zusammen, spricht alle Generationen an und verfolgt einen klaren Qualitätsanspruch.“ Gerade der Märchensommer zeige: „Bei uns ist Kunst und Kultur an allen Ecken und Enden des Landes spürbar und erlebbar.“

Das künstlerische Konzept habe sich kontinuierlich weiterentwickelt, führte sie aus: „Heute ist Poysbrunn weit über die Grenzen des Weinviertels hinaus als Märchenhauptstadt Niederösterreichs bekannt.“ Diese erfolgreiche Entwicklung spiegle sich auch in Zahlen wider: „Aus rund 4.300 Besucherinnen und Besuchern pro Saison sind mittlerweile mehr als 16.000 geworden. Insgesamt konnten bereits über 230.000 Gäste begrüßt und 737 Vorstellungen gespielt werden.“ Auch die Zahl der Aufführungen habe sich mehr als verdoppelt – von 20 Vorstellungen in den Anfangsjahren auf heuer rund 45 Produktionen. „Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann“, würdigte Mikl-Leitner die Arbeit von Intendantin Nina Blum und ihrem Team.

Mit der diesjährigen Produktion „Aschenputtel – neu getanzt“ werde einmal mehr gezeigt, wie bekannte Märchenstoffe mit großer Sorgfalt, Fantasie und Professionalität zeitgemäß interpretiert werden können, so Mikl-Leitner weiters. „Der Märchensommer nimmt sein junges Publikum ernst. Gerade dort, wo Kinder zum ersten Mal mit Theater, Musik und Kultur in Berührung kommen, ist Qualität besonders wichtig“, sagte sie. Kinder seien nicht nur das Publikum von morgen, sondern würden bereits heute durch kulturelle Erlebnisse geprägt. „Der Märchensommer fördert auf spielerische Weise ihr Interesse an Theater und Kultur sowie ihre Kreativität und ihr kritisches Denken“, so Mikl-Leitner.

Sie unterstrich abschließend, von diesem Projekt profitiere die gesamte Region. „Besucherinnen und Besucher nutzen ihren Aufenthalt häufig auch für Ausflüge in die Umgebung, kehren in gastronomische Betriebe ein oder besuchen regionale Sehenswürdigkeiten.“ Dadurch entstehe eine Wertschöpfung, die der gesamten Region zugutekomme.

Intendantin und Regisseurin Nina Blum erzählte von der ersten Idee zum Märchensommer, der aus einem Pixiebuch entstand. Der Märchensommer sei ein interaktives Wandertheater: „Das Publikum rät mit, tanzt mit und ist Teil der Geschichte. Damit wird der Märchensommer für jung und alt interessant.“ Blum meinte zudem, Kinder seien das Publikum, das man besonders ernst nehmen müsse. „Bei Theater für Kinder muss der Qualitätsanspruch besonders hoch sein, denn Kinder spüren, ob man ihnen etwas richtig Gutes anbietet.“

Autorin Michaela Riedl-Schlosser, von Anfang an Teil des Teams, meinte: „In den letzten 20 Jahren sind viele Märchenfiguren und viele Textzeilen lebendig geworden und es ist besonders schön zu sehen, wenn das Publikum Spaß und Freude am Stück hat und Jahr für Jahr gerne wiederkommt.“

Der Poysbrunner Ortsvorsteher Franz Vinzens gratulierte zum 20-jährigen Jubiläum und meinte: „Gäbe es den Märchensommer nicht, gäbe es unser Märchendorf Poysbrunn nicht.“ Märchen seien in Poysbrunn omnipräsent – beispielsweise mit rund 50 fixen Märchenfiguren und vielen märchenhaften Veranstaltungen das ganze Jahr über – der ganze Ort identifiziere sich damit.

In der heutigen Pressekonferenz wurde auch das heurige Stück „Aschenputtel – neu getanzt“ vorgestellt. Die Schauspielerinnen und Schauspieler Patrizia Leitsoni (Aschenputtel), Barbara Kramer (Stiefmutter), Johannes Kemetter (Schuh von Aschenputtel), Christian Kohlhofer (weiße Taube) und Gudrun Nikodem-Eichenhardt (bunte Taube) erzählten über ihre Rollen und sangen zwei Stücke aus „Aschenputtel – neu vertanzt“.

Ebenso heuer auf Schloss Poysbrunn zu sehen: „Code Red!“, ein Wandermärchen für Erwachsene.

Alle Informationen zum Märchensommer online auf www.maerchensommer.at

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