
Spatenstich für neues Biomasse-Heizwerk in Deutschlandsberg
18 Millionen Euro Investition für die Wärmewende
Mit dem offiziellen Spatenstich startet die Energie Steiermark den Ausbau der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in Deutschlandsberg. Insgesamt werden 18 Millionen Euro in die Errichtung eines neuen Biomasseheizwerks, in den Umbau und die Modernisierung der seit 1993 bestehenden Anlage sowie in den Netzausbau investiert. Die bisherige Kapazität wird damit mehr als verdoppelt, gleichzeitig wird das Versorgungsnetz für Kund:innen massiv erweitert. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für Herbst 2027 geplant.
„Mit diesem Projekt setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Dekarbonisierungsoffensive. Unser Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer, grüner Wärme in Deutschlandsberg auf über 90 Prozent zu steigern und damit eine langfristig sichere und klimafreundliche Wärmeversorgung für die Region zu gewährleisten“, betonen Martin Graf und Werner Ressi, das Vorstands-Team der Energie Steiermark.
Das neue Biomasseheizwerk entsteht in der Liechtensteinstraße 22 und wird mit zwei Biomassekesseln mit einer Gesamtleistung von 4 MW ausgestattet. Ergänzt wird die Anlage durch eine Rauchgaskondensation sowie einen 200.000 Liter großen Pufferspeicher. Parallel dazu wird die bestehende Biomasseanlage in der Liechtensteinstraße 16 modernisiert und mit einer zusätzlichen Rauchgaskondensation ausgestattet. Zusammen erreichen beide Anlagen künftig eine Leistung von rund 7 MW.
Für den Betrieb werden jährlich rund 35.000 Schüttraummeter regionales Hackgut benötigt – das entspricht etwa 400 LKW-Ladungen. Rund 60 Prozent stammen von der nahegelegenen Holzindustrie Liechtenstein, weitere 40 Prozent von regionalen Lieferanten im Umkreis von weniger als 50 Kilometern.
Mit der Erweiterung des Fernwärmenetzes wird vor allem der Nordosten von Deutschlandsberg neu erschlossen. Dort werden bisher mit Erdgas versorgte Industrie- und Gewerbebetriebe, darunter die Firma SVI sowie die Straßenmeisterei, an die Fernwärme angebunden. Auch Wohngebiete wie die Eschensiedlung profitieren künftig von der
nachhaltigen Wärmeversorgung. Insgesamt wächst das Fernwärmenetz um rund 4,7 Kilometer.
Nach Abschluss des Projekts können rund 610 Haushalte in etwa 400 Gebäuden sowie zahlreiche größere Kund:innen mit klimafreundlicher Fernwärme versorgt werden. Gleichzeitig steigt der Anteil erneuerbarer Energie in der Wärmeaufbringung von derzeit rund 60 Prozent auf über 90 Prozent. Dadurch können jährlich rund 2.500 Tonnen CO₂ eingespart werden.
„Der Ausbau der Biomasse-Fernwärme ist ein wichtiger Schritt für Deutschlandsberg auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft. Wir freuen uns über diese zukunftsweisende Investition der Energie Steiermark, die sowohl dem Klimaschutz als auch der regionalen Wertschöpfung zugutekommt“, betont Bürgermeister Ing. Mag. Josef Wallner.
Die Inbetriebnahme des neuen Biomasseheizwerks ist für Herbst 2027 geplant. Nach dem anschließenden Umbau der Bestandsanlage und Fertigstellung des Netzausbaus soll das Gesamtprojekt im Herbst 2028 vollständig abgeschlossen sein.
Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris
Leiter Konzern-Kommunikation
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Energie Steiermark AG
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