
Hayek Institut: Dieses Budget macht den Staat größer und teurer
Schuldenquote steigt auf 85 Prozent, Zinslast verdoppelt sich, Ausgabenquote bleibt dauerhaft über Vorkrisenniveau. Die Krisenbegründung gilt nicht – und entkräftet sich selbst.
Das Friedrich A. v. Hayek Institut kritisiert die heute vorgelegte Budgetplanung 2027/2028 als fiskalische Symptomverwaltung ohne strukturelle Wirkung. Finanzminister Marterbauer hat seine Rede auf einem einzigen Argument aufgebaut: Die Energiekrise sei der entscheidende exogene Schock, der den Sanierungspfad bremse. Wer die Zahlen des eigenen Budgetberichts liest, erkennt: Das stimmt nicht. Die Schuldenquote steigt krisenunabhängig. Jedes einzelne Jahr bis 2031 – und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht.
Die gesamtstaatliche Schuldenquote wächst laut Budgetbericht von 81,5 Prozent (2025) auf 85,0 Prozent (2031). Der absolute Schuldenstand klettert von 418 auf 525 Milliarden Euro. Die Bundesauszahlungen erreichen ein historisches Hoch von 138,2 Milliarden Euro. Die Staatsausgabenquote bleibt im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 49 Prozent (2019) mit 54 bis 55 Prozent auf extrem hohem Niveau.
_„Ein Budget, das die Schuldenquote bis 2031 jedes einzelne Jahr weiter steigen lässt, ist keine Sanierung.“_
Friedrich A. v. Hayek Institut
Martin Gundinger
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