WKO-Smuk: Beschluss über Paketsteuer ist Schlag ins Gesicht für den heimischen Online-Handel

Mit deutlicher Kritik reagiert die Berufsgruppe des Versand- und Internethandels der WKÖ auf die Einbeziehung der Paketsteuer ins Budgetbegleitgesetz.

„Die Tatsache, dass das Finanzministerium die überwältigende Kritik von Konsument:innen, Gewerkschaften, KMU, Konzernen und der WKÖ nicht ernst nimmt, lässt uns als Branchenvertretung des heimischen Onlinehandels sprachlos und ungläubig zurück“, so Berufsgruppensprecher Alexander Smuk.

In der Budgetrede des Finanzministers wird zwar der Abbau von Handelshemmnissen und die Stärkung des Binnenmarkts betont – mit der Paketsteuer passiert jedoch das Gegenteil. Nationale Alleingänge wie diese stellen faktische Handelsbarrieren dar, die den freien Warenverkehr einschränken und das Image Österreichs im EU-Binnenmarkt massiv schädigen. „Die Paketsteuer ist ein Schlag ins Gesicht für heimische Konsument:innen und Onlinehändler“, betont Smuk.

Die Auswirkungen sind unmittelbar spürbar: Zusätzliche Kosten werden unweigerlich an die Endkund:innen weitergegeben und verschärfen die ohnehin hohe Teuerung. Gleichzeitig geraten insbesondere kleine und mittlere Onlinehändler unter zusätzlichen wirtschaftlichen Druck.

„Viele österreichische KMU operieren bereits an der wirtschaftlichen Belastungsgrenze. Eine weitere Abgabe verschlechtert ihre Wettbewerbsfähigkeit massiv – vor allem gegenüber Drittstaats-Plattformen, die schwerer zu erfassen sind“, so Smuk.

Besonders kritisch ist zudem die fehlende europäische Abstimmung: „Wir haben in den vergangenen Tagen von zahlreichen europäischen Verbänden die Rückmeldung erhalten, dass der nationale Alleingang Österreichs in anderen Mitgliedstaaten für massives Kopfschütteln sorgt“, berichtet Smuk. Statt einheitlicher Rahmenbedingungen droht ein regulatorischer Flickenteppich zulasten von Unternehmen und Konsument:innen.

FAZIT: Die Paketsteuer verteuert den Konsum, benachteiligt heimische Betriebe und konterkariert die Idee des europäischen Binnenmarkts. Notwendig sind vielmehr Maßnahmen, die Innovation, nachhaltige Logistik und faire Wettbewerbsbedingungen stärken – nicht zusätzliche Belastungen für eine ohnehin angespannten Wirtschaftslage. (PWK283/DFS)

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