
Disoski/Grüne: „Wieder ein Femizid mit Schusswaffe – gefährliche Rolle von Waffen endlich ernst nehmen“
Grüne Frauensprecherin pocht auf Anerkennung von Schusswaffen als Risikofaktor im Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen
„Ich bin erschüttert und bestürzt über den Frauenmord in Oberösterreich. Wieder hat eine Frau ihr Leben verloren, weil ein Mann es so entschieden hat. Wieder ein Femizid. Wieder mit einer Schusswaffe“, sagt die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, in Reaktion auf den mutmaßlichen Femizid in Oberösterreich.
Einmal mehr bestätige sich, wie gefährlich Schusswaffen seien und dass sie das Risiko tödlicher Gewalt im privaten Umfeld erhöhen: „Von den bisher 14 Femiziden in diesem Jahr wurden 13 mit Schusswaffen verübt. Trotzdem kommen weder das Wort ,Schusswaffe‘ noch der Begriff ,Schusswaffengewalt‘ im Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen vor. Das ist eine gefährliche Lücke in einem zentralen Gewaltschutzinstrument der Bundesregierung“, kritisiert Disoski.
Erst vergangene Woche haben die Grünen dazu einen Antrag im Gleichbehandlungsausschuss eingebracht (https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/A/909). „Wir haben gefordert, Schusswaffen als Risikofaktor im Nationalen Aktionsplan anzuerkennen und konkrete Maßnahmen gegen Schusswaffengewalt festzuschreiben. ÖVP, SPÖ und NEOS haben das abgelehnt. Das völlig unverständlich und verantwortungslos“, sagt Disoski.
„Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der jungen Frau und allen, die um sie trauern“, so Disoski abschließend.
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