
Pröll: Österreich verbessert sich im EU-Digitalranking deutlich
Österreich punktet bei mobilen Verwaltungsservices, digitalen Kompetenzen, KI-Nutzung, 5G-Abdeckung, Quantentechnologie und eGovernment
DER HEUTE VERÖFFENTLICHTE 4. LÄNDERBERICHT ZUR DIGITALEN DEKADE DER EUROPÄISCHEN UNION BESTÄTIGT ÖSTERREICH DEUTLICHE FORTSCHRITTE BEI DER DIGITALEN TRANSFORMATION. BESONDERS STARK SCHNEIDET ÖSTERREICH BEI DIGITALEN VERWALTUNGSSERVICES AB: IM EGOVERNMENT BENCHMARK 2026 ERREICHT ÖSTERREICH MIT 85,5 PUNKTEN PLATZ 6 UNTER DEN EU-MITGLIEDSTAATEN UND LIEGT DAMIT KLAR ÜBER DEM EU-SCHNITT VON 76,6 PUNKTEN. WEITERE STÄRKEN ZEIGT DER BERICHT BEI DER MOBILEN BENUTZERFREUNDLICHKEIT DIGITALER SERVICES, DEN DIGITALEN GRUNDKOMPETENZEN, DER NUTZUNG VON KÜNSTLICHER INTELLIGENZ DURCH UNTERNEHMEN, DER NAHEZU FLÄCHENDECKENDEN 5G-ABDECKUNG SOWIE BEI DER QUANTENTECHNOLOGIE.
_„Wir nähern uns unserem Ziel, unter die Top 3 in der EU zu kommen. Der EU-Länderbericht zeigt klar: Österreichs digitale Transformation nimmt stetig an Tempo zu. Platz 6 im eGovernment Benchmark und Platz 1 bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsservices bestätigen den eingeschlagenen Weg. Unsere Anstrengungen rund um die ID Austria, digitale Kompetenzen und Public AI zeigen Wirkung. Das Motto lautet: digitale Verwaltung muss für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher, schneller und alltagstauglicher werden“, _so Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.
PLATZ 1 BEI MOBILER BENUTZERFREUNDLICHKEIT DIGITALER VERWALTUNGSSERVICES
Österreich erreicht im europäischen Vergleich Platz 1 bei der Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten – gemeinsam mit Luxemburg und Malta. Grundlage dafür ist ein starkes eID-Ökosystem. Die Weiterentwicklung und breitere Nutzung der ID Austria tragen wesentlich dazu bei, digitale Amtswege einfacher und mobil besser nutzbar zu machen.
DIGITALE KOMPETENZEN DEUTLICH ÜBER EU-SCHNITT
Auch bei den digitalen Grundkompetenzen verbessert sich Österreich weiter und steigt von Platz 8 auf Platz 7 im europäischen Vergleich. 69,8 Prozent der Bevölkerung verfügen über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit liegt Österreich klar über dem EU-Durchschnitt von 60,4 Prozent. Besonders bemerkenswert: Frauen liegen in Österreich mit 70,75 Prozent vor Männern mit 68,79 Prozent und damit entgegen dem EU-Trend. Auch in ländlichen Gebieten sowie bei älteren Menschen zwischen 55 und 74 Jahren liegt Österreich deutlich über dem europäischen Schnitt.
KI-NUTZUNG IN UNTERNEHMEN NAHEZU VERDREIFACHT
Eine besonders dynamische Entwicklung zeigt sich bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil der österreichischen Unternehmen, die KI einsetzen, von 10,79 Prozent auf 29,95 Prozent gestiegen – und hat sich damit nahezu verdreifacht. Österreich liegt damit im DESI 2026 auf Platz 7 von 27 Mitgliedstaaten. Der EU-Schnitt beträgt 19,95 Prozent. Bei Großunternehmen nutzen bereits 68,26 Prozent KI. Auch bei der erstmals erhobenen KI-Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger liegt Österreich mit 39,42 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 32,66 Prozent.
NAHEZU FLÄCHENDECKENDE 5G-ABDECKUNG
Bei der 5G-Mobilfunkabdeckung erreicht Österreich 99,84 Prozent und liegt damit über dem EU-Durchschnitt von 96,79 Prozent. Auch in ländlichen Gebieten ist die Abdeckung mit 98,9 Prozent sehr hoch und deutlich über dem europäischen Vergleichswert von 88,8 Prozent.
ÖSTERREICH ALS EUROPÄISCHER VORREITER BEI QUANTENTECHNOLOGIE
Der Bericht hebt auch Österreichs starke Position in der Quantentechnologie hervor. Österreich gilt insbesondere rund um Wien und Innsbruck als europäischer Vorreiter in der Quantenforschung. Die Initiative Quantum Austria wird mit 107 Millionen Euro aus der Recovery and Resilience Facility finanziert und stärkt damit gezielt Forschung, Technologieentwicklung und Standortkompetenz.
ÖSTERREICH RÜCKT IM EGOVERNMENT BENCHMARK AUF PLATZ 6 VOR
Im eGovernment Benchmark 2026 erreicht Österreich 85,5 Punkte und verbessert sich auf Platz 6 unter den EU-Mitgliedstaaten. Der EU-Schnitt liegt bei 76,6 Punkten. In mehr als der Hälfte der untersuchten Indikatoren konnte sich Österreich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Bewertet werden unter anderem Benutzerfreundlichkeit, Transparenz, mobile Nutzung, grenzüberschreitende Verfügbarkeit und Unterstützungsangebote für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.
NÄCHSTE SCHWERPUNKTE: GLASFASER, CLOUD, DATEN UND KMU-DIGITALISIERUNG
Neben den positiven Entwicklungen zeigt der Länderbericht auch klar auf, wo Österreich weiter aufholen muss. Dazu zählen insbesondere der Ausbau des Glasfasernetzes, die stärkere Nutzung von Cloud und Data Analytics durch Unternehmen sowie die weitere Vertiefung des Digitalisierungsgrades kleiner und mittlerer Unternehmen.
_„Der Bericht ist Rückenwind und Arbeitsauftrag zugleich. Österreich ist in vielen Bereichen stark unterwegs, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Gerade bei Glasfaser, Cloud, Datenmanagement und KMU-Digitalisierung müssen wir schneller werden“,_ betont Pröll abschließend.
HINTERGRUND: DIGITALE DEKADE DER EU
Mit der Digitalen Dekade hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele bis 2030 gesetzt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Kompetenzen, moderne digitale Infrastrukturen, leistungsfähige digitale Verwaltungsservices, digitale Identitäten sowie die Stärkung der digitalen Transformation von Unternehmen. Der Länderbericht bewertet jährlich die Fortschritte der Mitgliedstaaten anhand definierter Ziele und Indikatoren.
ÜBER DEN EGOVERNMENT BENCHMARK
Der eGovernment Benchmark wird jährlich von der Europäischen Kommission veröffentlicht und vergleicht die Qualität digitaler Verwaltungsservices in den EU-Mitgliedstaaten. Bewertet werden zentrale Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit, Transparenz, mobile Nutzung, grenzüberschreitende Verfügbarkeit sowie Unterstützungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in zentralen Lebenslagen. Der Benchmark dient auch als Monitoring-Instrument für die Umsetzung der Single Digital Gateway Verordnung und liefert wichtige Indikatoren für die Digitale Dekade Europas.
Weitere Informationen finden Sie auf:
https://www.digitalaustria.gv.at/wissenswertes/news/news-88.html
https://www.digitalaustria.gv.at/wissenswertes/digital-indizes.html
Stv. Büroleiter und Pressesprecher des Staatssekretärs
Vincenz Kriegs-Au
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