ÖVP – Figl/Zierfuß: Erste Schritte reichen nicht aus – Wiener Kindergärten brauchen eine echte Reform

Maßnahmen von Neos-Stadträtin Emmerling kommen Jahre zu spät und greifen weiterhin zu kurz

„Nach mehr als fünf Jahren Neos-Regierungsverantwortung ist es bezeichnend, dass nun erste Maßnahmen für die Wiener Kindergärten angekündigt werden. Die Probleme bei Deutschförderung, Integration und Bildungsqualität sind seit Jahren bekannt. Kleinere Gruppen, die Auflösung von Sprachclustern und eine stärkere Einbindung der Eltern greifen Punkte auf, die längst hätten umgesetzt werden müssen. Diese Maßnahmen kommen letztendlich viel zu spät und werden die grundlegenden Probleme alleine nicht lösen“, so Landesparteiobmann Markus Figl und Bildungssprecher sowie Klubobmann Harald Zierfuß in einer ersten Reaktion.

Die Realität ist, dass jedes Jahr tausende Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen in die Schule kommen. Wer dieses Problem ernsthaft lösen will, muss deutlich früher ansetzen und die Ursachen bekämpfen. „Wien braucht vor allem verpflichtende Sprachstandserhebungen für alle Dreijährigen, eine ganztägige Kindergartenpflicht für alle Kinder mit Deutschförderbedarf, deutlich mehr Deutschförderkräfte und endlich ernsthafte Kontrollen in den Kindergärten“, so die beiden weiter.

Die Herausforderungen im Wiener Kindergartenwesen sind nicht über Nacht entstanden. Deshalb werden sie auch nicht mit einzelnen Maßnahmen gelöst werden können. „Wer verhindern will, dass die Bildungsprobleme von heute zu den Sozialproblemen von morgen werden, muss das Problem endlich an der Wurzel packen. Erste Schritte sind besser als Stillstand, aber sie reichen bei weitem noch lange nicht aus“, so Figl und Zierfuß abschließend.

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