
Wien setzt humanitäre Hilfe für Ukraine fort: Bürgermeister Ludwig übergab 14 Einsatzfahrzeuge
Heute, Donnerstag, übergab Bürgermeister Michael Ludwig um 11 Uhr vor der Hauptfeuerwache Am Hof eine weitere Flotte an Einsatzfahrzeugen für die Ukraine. Bei der Übergabe der Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge waren auch der ukrainische Botschafter in Österreich, Vasyl Khymynets, sowie der österreichische Botschafter in der Ukraine, Robert Müller, anwesend.
UMFANG DER FAHRZEUGFLOTTE
Insgesamt wurden bei dem heutigen Termin 14 Fahrzeuge übergeben, darunter vier voll ausgestattete Rüstlöschfahrzeuge, eine Drehleiter, ein Wechselladerfahrzeug, ein Taucherrüstfahrzeug, zwei kleinere Mehrzweckfahrzeuge vom Typ VW Caddy, ein Kommandofahrzeug, ein Pkw sowie drei Rettungstransportfahrzeuge. Die Fahrzeuge sind für den Einsatz in der Stadt Sumy im Osten der Ukraine vorgesehen, einer Region nahe der Front, die häufig unter russischem Beschuss steht.
„Wien stand seit Beginn des Krieges verlässlich an der Seite der Menschen in der Ukraine. Mit der Übergabe dieser Einsatzfahrzeuge helfen wir dort, wo Unterstützung ganz konkret Leben retten kann – bei Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz. Gerade in einer schwer betroffenen Region wie Sumy ist eine funktionierende Einsatzinfrastruktur von zentraler Bedeutung, um die Bevölkerung unter schwierigsten Bedingungen zu unterstützen“, sagte Bürgermeister Michael Ludwig.
LAGE IN DER REGION SUMY
Die Region Sumy liegt im Nordosten der Ukraine und grenzt auf einer Länge von mehr als 560 Kilometern direkt an Russland. Die Gebietshauptstadt Sumy befindet sich nur rund 30 Kilometer von der russischen Staatsgrenze entfernt. Die Region zählt rund eine Million Einwohnerinnen und Einwohner und ist nahezu täglich Attacken durch Raketen, Drohnen und Artillerie ausgesetzt.
TRANSPORT UND BISHERIGE HILFE
Das Bundesministerium für Inneres wickelt den Transport der Wiener Einsatzfahrzeuge gemeinsam mit den ukrainischen Behörden ab. Die Transportkosten übernimmt die Europäische Union.
Seit Beginn des Krieges unterstützt die Stadt Wien die Ukraine laufend mit Hilfslieferungen. Zwischen 24. Februar 2022 und 31. Dezember 2025 wurden insgesamt 86 Lkw mit 517,32 Tonnen medizinisch-technischer Ausrüstung und Hilfsgütern für die Ukraine sowie für die Flüchtlingsversorgung in Moldau und Polen bereitgestellt. Heuer kamen bereits drei weitere Lkw mit insgesamt 18,48 Tonnen hinzu.
AUSBLICK AUF WEITERE HILFE
„Unsere Hilfslieferungen sind langfristig angelegt und orientieren sich am konkreten Bedarf der Spitäler, Städte und Regionen in der Ukraine. Es geht nicht nur um spontane Nothilfe, sondern um eine kontinuierliche Unterstützung, die den Gesundheitssektor und den Zivilschutz vor Ort stärkt. Das ist ein zentraler Beitrag dazu, dass Menschen auch unter Kriegsbedingungen Zugang zu medizinischer Versorgung und zu funktionierender Infrastruktur behalten. Wien wird seine humanitäre Unterstützung auch weiterhin entschlossen fortsetzen“, kündigte der Bürgermeister an.
Für die kommenden Monate sind bereits zusätzliche Hilfslieferungen in Planung. Noch dieses Jahr sollen rund 5,2 Tonnen Wäsche und weitere Ausstattung sowie 10 weitere LKW mit 380 Spitalsbetten von Wien in die Ukraine gelangen. Diese werden wie auch bisher vor allem aus Wiener Pflege- und Gesundheitseinrichtungen bereitgestellt, sorgfältig aufgearbeitet und in enger Abstimmung mit den ukrainischen Partnerinstitutionen verteilt.
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