SPÖ-Oxonitsch zu SOS-Kinderdorf-Bericht: „Runden Tisch für mehr Kinderschutz endlich einberufen“

Bundesweit einheitliche Standards und Kinderrechte-Monitoring gefordert – Familienministerin soll Runden Tisch endlich einberufen – Kritik an Watschn-Sager von FPÖ-Kickl

Die Reformkommission SOS-Kinderdorf hat heute ihren Abschlussbericht präsentiert. Neben einer weitreichenden Aufarbeitung der erschütternden Taten sieht der Bericht auch politischen Handlungsbedarf. Dazu gehören verbesserte Betreuungsstandards und Lückenschlüsse im Kinderschutz. SPÖ-Kinderrechtesprecher Christian Oxonitsch betont: „In ganz Österreich müssen die besten Standards für die Kinder- und Jugendhilfe gelten. Gemeinsam mit der Reformkommission und der Kindeswohlkommission fordern wir seit langem bundesweit einheitliche Betreuungsstandards und ein unabhängiges Kinderrechte-Monitoring.“ ****

Im Jänner hat der Nationalrat auf Initiative der Regierungsparteien einstimmig einen Entschließungsantrag beschlossen, der die Prüfung gesetzlicher Lücken im Kinderschutz fordert. Bereits im Oktober 2025 wurde zudem ein Antrag beschlossen, dass die Familienministerin ehestmöglich einen Runden Tisch unter Einbeziehung der Bundesländer und Kinderschutzorganisationen einberufen soll. „Ich appelliere an die zuständige Familienministerin Bauer, diesen Runden Tisch unter Einbeziehung der Länder und der zentralen Stakeholder aus der Kinder- und Jugendhilfe endlich einzuberufen. Der Schutz unserer Kinder kann nicht länger warten“, so Oxonitsch.

Gewalt gegen Kinder beginnt schon bei der Sprache. In diesem Zusammenhang weist Oxonitsch noch einmal auf Aussagen von FPÖ-Chef Kickl bei einer Veranstaltung am 1. Mai hin. Kickl verherrlichte darin frühere Zeiten, in denen noch „nachgeholfen“ werden konnte, wenn ein Kind „nicht gespurt“ habe. Gleichzeitig deutete Kickl mit seiner Hand eine Watsche an. „Die FPÖ tut immer so, als wäre sie für Kinderschutz. Gleichzeitig verharmlost ihr Parteichef offen Gewalt gegen Kinder. Das ist an Doppelmoral kaum zu überbieten. Kickl muss sich endlich für seine Aussagen entschuldigen, die FPÖ muss sich von den Aussagen ihres Parteichefs distanzieren“, so Oxonitsch. (Schluss) mf/ls

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