Stimmungsbild zum Schulbesuch – Erfahrungen und Auswirkungen

EINE AKTUELLE STUDIE DER AK STEIERMARK ZEIGT: DIE ÜBERWIEGENDE MEHRHEIT DER JUNGEN ERWACHSENEN ERINNERT SICH POSITIV AN IHRE SCHULZEIT ZURÜCK – MIT VORSCHLÄGEN UND WÜNSCHEN ZU EINER BREITEREN “ALLTAGSTAUGLICHKEIT” DES GELERNTEN.

380 junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren sind für die qualitative AK-Studie “Was nimmst du aus der Schule mit?”, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut bmm, befragt worden. Laut Studienautorin Claudia Brandstätter war das Ziel das Erfassen der emotionalen, biografischen und sozialen Dimension der Schule – zwischen Sinn, Belastung und Zukunftszuversicht. Erfreuliche soziale Erfahrungen, engagierte Lehrpersonen sowie kreatives oder sportliches Tun lösen bei 68 Prozent der Befragten positive Erinnerungen aus. 52 Prozent haben noch Kontakt zu Schulfreunden: “Klassengemeinschaften sind das erste und besondere Netzwerk im Leben”, so Brandstätter. Drei Viertel der Befragten können mindestens eine Kompetenz nennen, die sie aus der Schulzeit mitgenommen haben und die heute noch relevant ist. Darunter fallen die soziale Kommunikation, Selbstorganisation, Teamfähigkeit und Resilienz. Erhebliche Defizite gibt es aus der Sicht der jungen Menschen unter anderem wenn es um Geld und Finanzen, Alltagskompetenzen, politisches Verständnis oder die eigene digitale Kompetenz geht. Aus der Studie lässt sich ableiten, dass es nicht notwendig ist, die Schule neu zu erfinden, sondern die Alltagstauglichkeit zu implementieren.

MUT ZUR LEHRPLANENTRÜMPELUNG

“Unser vereintes Ziel muss es sein, Bildung in Zukunft so zu gestalten, dass junge Menschen außer mit einem guten Zeugnis mit noch mehr Vertrauen in sich selbst, mit sozialen Fähigkeiten, mit praktischen Kompetenzen und vor allem mit positiven Erinnerungen aus der Schule gehen”, sagt AK-Präsident Josef Pesserl. Die Arbeiterkammer spricht sich für eine “Lehrplanentrümpelung” aus. “Hier geht es aber nicht um Abschaffung, sondern darum, den Fokus auf Relevanz und Anwendung zu legen”, betont Pesserl. Daraus folgt unter anderem, dass die politische Bildung verbindlich ausgebaut wird, der Deutschunterricht zum Diskurs- und Argumentationsfach erweitert wird oder Prüfungen in Dialog- und Anwendungsformaten abgehalten werden. Pesserl: “Eine Herausforderung unserer Zeit ist auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dieser trifft sowohl die Schüler:innen als auch das Lehrpersonal.” Ein Grund mehr, dass sowohl im Lehrplan der Schulen als auch in der Hochschulausbildung der angehenden Pädagog:innen KI als Pflichtkompetenz verankert wird sowie laufende Fortbildungen angeboten werden.

Alle Informationen und die Studie zum Download finden Sie auch unter www.akstmk.at/presse

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