Nationalrat beschließt Verbot von Einweg-Vapes

GLOBAL 2000 begrüßt Verbot, fordert Kreislaufwirtschaftsgesetz

Anfang der Woche wird der Nationalrat das Ablaufdatum für Einweg-Vapes beschließen. Diese dürfen nur noch bis Ende des Jahres verkauft werden. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat ein solches Verbot schon letztes Jahr gefordert. „Das Verbot ist ein wichtiger Schritt für den Umwelt- und Ressourcenschutz. Jetzt kommt es darauf an, dass es auch wirkt“, sagt Anna Leitner, Ressourcen- und Lieferkettensprecherin von GLOBAL 2000. Die derzeitige Definition, was als Einweg-E-Zigarette gilt, ist ungenau. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass Hersteller Verbote mit kleinen Änderungen an ihren Produkten umgehen. GLOBAL 2000 erwartet klare Regeln und wirksame Kontrollen, damit Einweg-Vapes tatsächlich Geschichte werden und „Pseudo-Mehrweg“ keine Chance hat. Eine Petition von GLOBAL 2000 erreichte in kurzer Zeit 12.000 Unterschriften.

EINWEG-VAPES: PARADEBEISPIEL FÜR VERSCHWENDUNG

Einweg-Vapes sind ein Paradebeispiel für Ressourcenverschwendung: Sie enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel, werden aber nach kurzer Nutzung weggeworfen. In 10 dieser Vapes steckt de facto ein Smartphone-Akku, der, anstatt jahrelang verwendet zu werden, schon nach wenigen Zügen im Müll landet. Dort verursachen die eingebauten Lithium-Akkus regelmäßig Brände in Müllfahrzeugen und Abfallanlagen. Leitner: „Einweg-Vapes sind dabei nur die besonders auffällige Spitze des österreichischen Müllberges. Wir sind mit 803 kg pro Kopf und Jahr trauriger Europameister beim Wegwerfen. Die wertvollsten Rohstoffe landen als gackernde Glückwunschkarten und Fast Fashion nach Einmalgebrauch im Müll. Das kann so nicht weitergehen.“

EXTREMER RESSOURCENVERBRAUCH IN ÖSTERREICH

Österreich liegt beim Rohstoff-Verbrauch im weltweiten Spitzenfeld, weit vor Deutschland, der Schweiz, Italien oder Frankreich. Unser nationaler Overshoot Day war daher schon Anfang April. Leitner: „Wir leben in Österreich weit über unsere Verhältnisse. Unser Welterschöpfungstag muss wieder ans Ende des Jahres verschoben werden und daher muss die Bundesregierung jetzt endlich in die Gänge kommen“. Konkret fordert GLOBAL 2000 ein echtes Kreislaufwirtschaftsgesetz, ein Verbot von Fast Fashion und die Wiedereinführung des Reparaturbonus bzw. der Geräte-Retter-Prämie. „Nur so können wir Ressourcen schonen und Abfälle dauerhaft vermeiden“, so Leitner abschließend.

Christoph Gerhardt
Pressesprecher GLOBAL 2000
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christoph.gerhardt@global2000.at

Anna Leitner
Ressourcen- und Lieferkettensprecherin GLOBAL 2000
+43 699 14 2000 22
anna.leitner@global2000.at

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