Hechenberger/Hörl/Minnich: Minderheiten- und Autonomiezentrum in Bozen als Leuchtturmprojekt

Österreich unterstützt Pläne für Errichtung von Zentrum aktiv – Südtiroler Autonomiestatut gerade anlässlich 80 Jahre Gruber-De-Gasperi-Abkommen von besonderer Bedeutung

“Die Pläne der Südtiroler Landesregierung zur Errichtung eines Zentrums für Autonomie- und Minderheitenfragen in Bozen werden von Österreich gerade vor dem Hintergrund der Rolle der Autonomie zur Beilegung des Südtirol-Konflikts aktiv unterstützt”, betonen ÖVP-Südtirolsprecher Josef Hechenberger sowie die ÖVP-Abgeordneten Franz Hörl und Andreas Minnich.

Hechenberger: “Das geplante Zentrum kann ein internationales Leuchtturmprojekt für Autonomie und Minderheiten sein. Ebenso wie die Autonomie Südtirols, die zuletzt durch das Inkrafttreten des Autonomiegesetzes gestärkt worden ist. Österreich wird die Landesregierung in Südtirol weiter international unterstützen und auch gemeinsam mit Italien Gespräche mit der UNO suchen, um dem geplanten Dokumentationszentrum auch international nachhaltig Resonanz zu verschaffen.”

Minnich: “Das im Verfassungsrang stehende Südtiroler Autonomiegesetz ist am 23. Juni 2026 in Kraft getreten und sorgt für eine maßgebliche Kompetenzerweiterung. Etwa in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Bauwesen, Wasserkraft oder bei der Raumordnung. Der gestrige Entschließungsantrag zur Unterstützung des von der Südtiroler Landesregierung geplanten Zentrums für Autonomie- und Minderheitenfragen durch Österreich bildet nun im Rahmen der Debatte im Nationalrat einen passenden inhaltlichen Abschluss dafür.”

Hörl: “Unter Außenminister Alois Mock konnte der Streit zwischen Österreich und Italien 1992 beigelegt werden. Anlässlich von 80 Jahren Gruber-De-Gasperi-Abkommen, in dem die Schutzfunktion Österreichs festgeschrieben ist, haben das Autonomiestatut und auch unsere Unterstützung für das geplante Minderheiten- und Autonomiezentrum besondere Bedeutung. Die Volkspartei war, ist und bleibt immer ein starker Partner Südtirols – im Gegensatz zur FPÖ, die als einzige Partei den gestrigen Entschließungsantrag nicht unterstützt hat.“

Die Abgeordneten der Volkspartei abschließend: “Österreich nimmt seine Schutzfunktion gegenüber Südtirol mit Verantwortung seit vielen Jahrzehnten wahr. Auch in Zukunft werden wir Südtirol aktiv unterstützen. Denn Südtirol ist ein Paradebeispiel dafür, wie Heimat und Identität, Minderheitenschutz sowie ein geeintes Europa erfolgreich zusammenwirken können.” (Schluss)

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