
FPÖ – Stumpf: Asbest-Skandal weitet sich aus
Stadtrat Czernohorszky hat die Kontrolle über sein Ressort verloren
Die neuesten Enthüllungen rund um die Asbestfunde in Wien zeichnen ein alarmierendes Bild: Nachdem zunächst einzelne belastete Stellen bekannt wurden, häufen sich mittlerweile Verdachtsfälle in immer mehr Bezirken. Besonders brisant: Bislang hat sich offenbar jeder überprüfte Verdacht bestätigt.
Noch im März ließ Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky auf eine Anfrage der FPÖ ausrichten, dass weder die MA 48 noch die MA 54 Material aus den gesperrten burgenländischen Steinbrüchen bezogen hätten. Lieferanten aus Niederösterreich hätten zudem schriftlich bestätigt, ausschließlich asbestfreies Material zu verwenden. Auch Laboruntersuchungen sollten diese Angaben untermauern. Heute steht fest: An zahlreichen Stellen in Wien wurde dennoch Asbest im Straßenbelag nachgewiesen.
„Die damaligen Aussagen des zuständigen Stadtrats stehen in eklatantem Widerspruch zu den aktuellen Funden. Entweder wusste man im Rathaus nicht, welche Materialien tatsächlich in Wien verbaut wurden, oder die internen Kontrollmechanismen haben auf ganzer Linie versagt. Beides ist ein politischer Offenbarungseid. Die Gesundheit der Wiener wurde fahrlässig aufs Spiel gesetzt“, kritisiert der Umweltsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Michael Stumpf.
Besonders problematisch ist, dass laut Magistrat 37 verschiedene Dienststellen selbstständig Asphalt bestellen können und Lieferscheine lediglich das Mischwerk, nicht aber die tatsächliche Herkunft des Gesteins ausweisen. „Damit scheint die Stadt derzeit nicht einmal nachvollziehen zu können, aus welchen Steinbrüchen das verbaute Material tatsächlich stammt. Das ist kein funktionierendes Kontrollsystem, sondern ein Kontrollversagen mit Ansage“, so Stumpf.
Die FPÖ Wien verlangt daher eine lückenlose Offenlegung sämtlicher Lieferketten und Materialherkünfte der vergangenen Jahre sowie flächendeckende Untersuchungen aller Verdachtsflächen in Wien. Außerdem müsse schonungslos aufgeklärt werden, wer wann über mögliche Risiken informiert war, welche Kontrollen tatsächlich stattgefunden haben und warum belastetes Material trotz aller angeblichen Sicherheitsmaßnahmen in Wien verbaut werden konnte. „Wenn ein Ressort bei einem derart sensiblen Gesundheits- und Umweltthema den Überblick verliert, darf das nicht ohne Konsequenzen bleiben“, hält Stumpf fest.
„Die Wiener Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, wie krebserregendes Material auf Straßen, Gehwegen und Parkplätzen verbaut werden konnte. Das Umweltressort muss endlich Antworten liefern, anstatt sich hinter unklaren Zuständigkeiten zu verstecken. Es geht um die Gesundheit der Wiener und deshalb braucht es jetzt volle Wahrheit statt roter Ausreden“, betont Stumpf abschließend.
FPÖ Wien Rathausklub
E-Mail: presse@fpoe-wien.at
Website: https://www.fpoe-wien.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender