Moosbrugger: Sojaöl-Entscheidung im Sinne von Landwirtschaft, Mühlen und Klima

EU-Parlament bremst unsinnigen Rechtsakt der EU-Kommission zu Biokraftstoffen aus

„Es ist wichtig, dass es mit der Einsatzmöglichkeit als Biokraftstoff weiterhin einen Absatzmarkt für unser nachhaltig produziertes Sojaöl in Europa gibt – neben dem gefragten Eiweißanteil. Dass der delegierte Rechtsakt der EU-Kommission, Soja als Rohstoff mit potenziell hohen indirekten Landnutzungsänderungen einzustufen, nicht nur vom Ausschuss, sondern jetzt auch mit absoluter Mehrheit vom Plenum des EU-Parlaments abgelehnt worden ist, stellt eine Entscheidung im Sinne von Landwirtschaft, Mühlen, Bevölkerung und Klima dar“, betont LK Österreich-Präsident JOSEF MOOSBRUGGER, der die Gefahr durch den EU-Kommissions-Rechtsakt als einer der Ersten thematisiert hatte.

„Die Überzeugungsarbeit war – trotz aller inhaltlichen Logik – ein Bohren harter Bretter auf mehreren Ebenen und hat sich bis auf Weiteres ausgezahlt. So haben die meisten EU-Parlamentarierinnen und -Parlamentarier schlussendlich verstanden, dass Soja nicht gleich Soja ist. Es kommt vielmehr darauf an, ob dieses von ehemaligen Regenwaldflächen in Übersee oder aus nachhaltigem EU-Qualitätsanbau stammt. Man könnte auch von ‚so-ja, so-nein‘ sprechen“, so der LKÖ-Präsident, der auch Österreichs Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und den EU-Parlamentarier:innen Alexander Bernhuber und Angela Winzig für ihren diesbezüglichen Einsatz dankt.

„Sojaanbau in Österreich und ganz Europa hat nur dann eine Chance, wenn neben dem als Lebens- und Futtermittel gefragten Eiweißanteil auch das Öl einen entsprechenden Absatzmarkt findet. Die Verfügbarkeit von genügend regionalem Eiweißfutter ist wiederum auch im Sinne der Tierhaltung. Die nun erzielte EU-Parlamentsentscheidung ist somit für unsere Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe und letztlich die Bevölkerung von großer Bedeutung“, unterstreicht Moosbrugger ebenso im Sinne des Klimas, das primär durch die massive Verbrennung fossiler Energieträger belastet wird.

„Es ist höchst wichtig, dass das EU-Parlament die EU-Kommission in ihrem unsinnigen Vorhaben ausgebremst hat. Im Grunde bräuchten wir einen stärkeren Ersatz klimaschädlicher, fossiler Kraftstoffe, statt einen schwächeren – so auch durch nachhaltige Biokraftstoffe“, fordert der LKÖ-Präsident.

Weitere Informationen:

https://www.lko.at/bauern-und-%C3%B6lm%C3%BChlen-eu-kommission-raubt-soja%C3%B6lproduktion-existenzgrundlage+2400+4424011

https://www.lko.at/moosbrugger-potenziale-heimischer-agrarrohstoffe-f%C3%BCr-energieunabh%C3%A4ngigkeit-nutzen+2400+4414857

Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ)
Mag. Claudia Jung-Leithner,
Pressesprecherin & Leitung Kommunikation,
Telefon: +43 676 83441 8770,
E-Mail: c.jung-leithner@lk-oe.at

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