
Öffi-Knotenpunkt Aspern Nord: Klimafitter Nelson-Mandela-Platz fertiggestellt
Klimafitte Gestaltung: 75 neue Bäume, 2.000 m2 Grünflächen und Wasserelemente
Wiens jüngster Bahnhofsvorplatz ist fertiggestellt: Der Nelson-Mandela-Platz im 22. Bezirk vor dem Verkehrsknotenpunkt Aspern Nord bietet schattige Aufenthaltsbereiche mit 75 neuen Bäumen und rund 2.000 m2 Grünflächen sowie bunten Gräserbeeten. Ein Brunnen sorgt für Abkühlung und lädt gemeinsam mit zahlreichen Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.
„Mit Aspern Nord ist einer der wichtigsten Öffi-Knotenpunkte im Norden Wiens entstanden. Wir zeigen, wie moderne Stadtentwicklung mit attraktivem Öffi-Ausbau Hand in Hand geht. Neben U-Bahn, S-Bahn und Autobussen haben wir mit der neuen Straßenbahnlinie 27 erst kürzlich eine leistungsstarke Verbindung zwischen der Donaustadt und Floridsdorf auf Schiene gebracht. Damit wurde das Öffi-Angebot im Norden Wiens weiter ausgebaut sowie auch eine wichtige Radverbindung geschaffen. Jetzt folgt der nächste Schritt: Mit dem neuen Nelson-Mandela-Platz haben wir ein klimafittes Entrée zu diesem wichtigen Mobilitätsknoten geschaffen. Mit 75 neuen Bäumen, 2.000 m2 Grünflächen, bunten Beeten und Wasserelementen sorgen wir für ein deutliches Plus an Lebensqualität“, so Mobilitäts- und Planungsstadträtin Ulli Sima.
„Als Bezirksvorsteher der Donaustadt freut es mich besonders, dass hier mit wachsender städtischer Infrastruktur auch der Grünraum gleichzeitig mitwächst. So kommt zur Funktionalität auch die hochwertige Aufenthaltsqualität von Anfang an hinzu. Ein Gewinn für die Donaustädter Bevölkerung und besonders für die Bewohnerinnen und Bewohner der wachsenden Seestadt!“, so Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.
ASPERN NORD: ZENTRALER ÖFFI-KNOTENPUNKT
Im Nordosten Wiens wächst mit der Seestadt Aspern ein neuer Stadtteil für mehr als 25.000 Bewohner*innen sowie über 20.000 Arbeits-und Ausbildungsplätze. Damit von Anfang an eine hervorragende Anbindung an das Öffi-Netz besteht, wurden bislang bereits die U-Bahnlinien U2, die Straßenbahnlinie 27 sowie mehrere Autobuslinien und die Schnellbahnlinie S80 bis in das neue Stadtentwicklungsgebiet verlängert und ein wichtiger Umsteigebahnhof errichtet. Aspern-Nord ist aber weit mehr als ein bloßer lokaler Haltepunkt. Von hier aus erreicht man den Wiener Hauptbahnhof gut getaktet mit u.a. dem Regionalexpress in nur 15 Minuten, was den Stadtteil unmittelbar an den internationalen Fernverkehr anbindet. Auch die slowakische Hauptstadt Bratislava ist durch den Ausbau der Marchegger Ostbahn in einer Fahrzeit von rund 41 Minuten mit dem Regionalexpress komfortabel und ohne Umsteigen erreichbar. Diese kurzen Wege machen Aspern-Nord zu einem entscheidenden Standortfaktor, der nicht nur die City-Anbindung in rund 15 Minuten sicherstellt, sondern den Nordosten Wiens als wichtiges Tor zum Marchfeld und als zentrale Brücke zwischen den Metropolen Wien und Bratislava fest verankert.
Es ist ein neuer Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr entstanden, der die neuen Stadtteile schnell mit dem Stadtzentrum, dem Wiener Hauptbahnhof und weiteren wichtigen Umsteigeknoten verbindet. Damit ist der Bahnhof nicht nur für die Seestadt Aspern, sondern auch für den Pendelverkehr und die Entwicklung der gesamten Region ein wichtiger Mobilitätsknoten, den täglich zehntausende Menschen passieren.
„Der Nelson-Mandela-Platz macht sichtbar, was eine wachsende Stadt braucht: starke öffentliche Infrastruktur, die von Anfang an mitgedacht wird. In der Seestadt greifen Stadtentwicklung, Mobilität und Lebensqualität ineinander – und genau hier leisten die Wiener Stadtwerke einen zentralen Beitrag. Mit Aspern Nord entsteht ein Mobilitätsknoten, der den Alltag der Menschen erleichtert, klimafreundliche Wege schafft und Wien noch besser mit der Region verbindet“, so Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke.
„Wer die Zukunft der Seestadt gestalten will, muss Mobilität von Anfang an mitdenken. Der Nelson-Mandela-Platz verbindet U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Bahn zu einem leistungsfähigen Mobilitätsknoten und schafft damit die Voraussetzung dafür, dass zehntausende Menschen auch künftig komfortabel, klimafreundlich und ohne Auto unterwegs sein können“, so Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien.
BAHNHOFSVORPLÄTZE: KLIMAFITTE GESTALTUNG BEI NEUBAU
In Kooperation mit den ÖBB gestaltet die Stadt Wien seit einigen Jahren Bahnhofsvorplätze um, entsiegelt, begrünt und kühlt sie. Aber es wird nicht nur um-, sondern auch neu gebaut und dabei gleich darauf geachtet, dass die Plätze klimafit sind. So wie der jetzt fertig gestellte Nelson-Mandela-Platz.
75 neue Bäume wurden auf der Fläche vor der Station Aspern Nord gepflanzt und sorgen für schattige Aufenthaltsbereiche. Insgesamt wurden 27 Grünflächen mit rund 2.000 Quadratmetern angelegt, die gemeinsam mit zahlreichen Sitzgelegenheiten die Aufenthaltsqualität am Nelson-Mandela-Platz maßgeblich erhöhen. Der Platz wurde als ein begrüntes und klimafittes Entrée in die Seestadt Aspern geschaffen und stellt einen modernen und zeitgerechten Verkehrsknotenpunkt für viele Menschen im Umfeld dar.
„Am Nelson-Mandela-Platz zeigt die Seestadt, was gut gestalteter öffentliche Raum leisten kann: Er verbindet perfekte öffentliche Anbindung mit Barrierefreiheit, klimafitten Grünraum mit attraktiver moderner Architektur und Großzügigkeit mit viel Liebe zum Detail“, so Robert Grüneis, als Vorstand der Wien 3420 aspern Development AG für die Planung der Seestadt zuständig. Die extra für den Nelson-Mandela-Platz entwickelten, preisgekrönten Wartehäuschen deuten auch schon an, wie der Kiosk aussehen wird, den die Seestädter Einkaufsstraßengesellschaft in der nächsten Ausbauetappe des Platzes errichtet.
„Der Nelson-Mandela-Platz zeigt, was gute Stadtentwicklung ausmacht: Ein Verkehrsknoten ist heute weit mehr als ein Ort zum Umsteigen. Er ist das Entrée zu einem Stadtteil. Deshalb schaffen wir hier einen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität, viel Grün mit Schwammstadt-Prinzip und Barrierefreiheit. So wird der erste Eindruck der Seestadt zu einem Ort, an dem Menschen gerne ankommen und sich gerne aufhalten“, betont NEOS Wien Klubvorsitzende Selma Arapovic.
KLIMAFITTE UND BARRIEREFREIE PLATZGESTALTUNG VOR DEM BAHNHOF ASPERN NORD
Das Maßnahmenbündel zur Klimawandelanpassung auf dem Nelson-Mandela-Platz ist riesig. Die Aufenthaltsflächen wurden mit einer hellen Pflasterung ausgestattet, wodurch sich der Platz nicht so stark aufheizt. Eine Brunnenanlage im Zentrum des Platzes sorgt für zusätzliche Kühlung während der Sommermonate und erhöht somit die Aufenthaltsqualität vor dem Bahnhof. Dabei wurde besonders auf eine barrierefreie Gestaltung geachtet, sodass die gesamte Fläche für alle Menschen sicher und komfortabel passierbar ist. Die ungebundene Bauweise der Pflasterung ermöglicht es zudem, anfallendes Regenwasser in unterirdische Schwammkörper zu leiten, wo es anschließend versickern und die umliegenden Pflanzen versorgen kann. Mit dem sogenannten „Schwammstadt-Prinzip“ erhalten die Bäume die besten Voraussetzungen für vitales Wachstum. Damit wird auch unter befestigten Flächen ausreichend Wurzelraum zur Verfügung gestellt, indem die einzelnen Baumscheiben unterirdisch miteinander verbunden sind.
VOM ASPHALT-GRAU ZUM KLIMA-WOW!
Bereits seit einiger Zeit läuft – in guter Zusammenarbeit mit den ÖBB – eine große Transformation von Bahnhofsvorplätzen in Wien ganz nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“. Den Startschuss für die Begrünungs- und Entsiegelungsoffensive hat 2022 der Praterstern gegeben. Hier wurde der Grünraumanteil auf 8.000 Quadratmeter verdoppelt und die Baumanzahl auf 101 erhöht. Erst kürzlich, mit Ende 2025, wurde der Julius-Tandler-Platz fertiggestellt. Der Vorplatz des Franz-Josefs-Bahnhof glänzt nun mit einer Verhundertfachung des Grünraumanteils und 46 neuen Bäumen. Weiter geht es mit dem größten und meistfrequentierten Bahnhof in Österreich. Noch in diesem Jahr beginnen hier die Umgestaltungsarbeiten rund um den Wiener Hauptbahnhof. 35 neue Bäume, großzügige Stauden- und Gräserbeete und kühlende Nebelstelen verwandeln den zentralen Verkehrsknotenpunkt zu einem attraktiven Aufenthaltsort, der die ankommenden Besucher*innen und Pendler*innen empfängt. Für den Franz-Jonas-Platz vor dem Bahnhof Floridsdorf läuft aktuell ein Planungsverfahren auf Grundlagen der BürgerInnenbeteiligung, auch dort soll entsiegelt und begrünt werden.
„Bahnhofsvorplätze sind die ersten Berührungspunkte, die Menschen mit den ÖBB haben – noch bevor sie den Bahnhof überhaupt betreten. Uns ist wichtig, dass unsere Fahrgäste und die Menschen in der Umgebung sich hier von Anfang an willkommen fühlen. Deshalb setzen wir gemeinsam mit der Stadt Wien konsequent auf Begrünung und Entsiegelung. Das ist ein klares Bekenntnis der ÖBB zu lebenswerten Städten und einer klimafitten Zukunft.“, so Erich Pirkl, Geschäftsführer der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH.
RAUS AUS DEM ASPHALT-REKORDBILANZ
Nicht nur Bahnhofsvorplätze werden umgestaltet und klimafitt gemacht: Seit dem Start der großen Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive wurden in ganz Wien bereits 344 Projekte unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ umgesetzt. Dabei wurden mehr als 3.300 Bäume alleine auf Plätzen und auf Straßenzügen gepflanzt, über 2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiel geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive Wiens haben die Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit eine Aufwertung der Lebensqualität erfahren.
Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum Entdecken https://wienwirdwow.at/
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/
Mediensprecherin Stadträtin Ulli Sima
Ava Farajpoory
Telefon: 0676/811881356
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