
Grünen/Schallmeiner: Arzneimittelausgaben dürfen nicht ungebremst steigen
Konkrete Reformen bei Medikamentenpreisen dringend notwendig
„Dass die Arzneimittelausgaben stark steigen, ist kein Naturgesetz, das wir einfach hinnehmen müssen“, meint der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, und weiter: „Forschung und Entwicklung brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Gleichzeitig muss der Dachverband bei Preis- und Erstattungsentscheidungen den tatsächlichen therapeutischen Zusatznutzen sowie den konkreten Mehrwert für Patient:innen anhand objektiver Kriterien noch stärker berücksichtigen.“
„Zugleich braucht es endlich einen gemeinsamen Einkauf von Bund, Sozialversicherung und Spitälern. Nur so verhindern wir, dass die einzelnen Vertragspartner von der Pharmaindustrie gegeneinander ausgespielt werden. Bei besonders innovativen und hochpreisigen Medikamenten braucht es darüber hinaus auch eine stärkere europäische Zusammenarbeit bei der Beschaffung“, fordert Schallmeiner.
Die von Gesundheitsministerin Schumann angesprochenen Ansätze gehen grundsätzlich in die richtige Richtung, meint der Gesundheitssprecher der Grünen: „Ankündigungen allein senken aber keine einzige Medikamentenrechnung und lösen auch keine Lieferengpässe. Jetzt braucht es konkrete Vorschläge für eine gemeinsame Beschaffung, mehr Transparenz bei den Preisen und verbindliche Regeln, die Versorgungssicherheit und Innovation gleichermaßen ermöglichen. Und das in Österreich und auf europäischer Ebene.“
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