
HV Consumer Check: So kauft Österreich in der Hitzewelle. Alkoholfreie Getränke, Eis & Ventilatoren hoch im Kurs.
Hitze verändert Kaufverhalten. 56% greifen verstärkt zu alkoholfreien Getränken. 44% verbinden Urlaub mit Shopping. HV fordert klimafitte Stadtzentren mit mehr Grün und Schatten.
Österreich steht vor der nächsten HITZEWELLE: Vor allem im Osten des Landes werden Temperaturen bis 40 Grad erwartet. Der aktuelle Consumer Check von Reppublika Research im Auftrag des Handelsverbands zeigt, wie die Österreicherinnen und Österreicher besonders heiße Sommertage verbringen – und wie die Hitze ihr KONSUMVERHALTEN verändert.
_„Wenn die Temperaturen steigen, verändert sich auch unser Einkaufsverhalten. Kühle Getränke, Eis, Ventilatoren und Klimageräte rücken stärker in den Fokus. Gleichzeitig meiden viele Menschen körperliche Anstrengungen und suchen gezielt schattige oder klimatisierte Orte auf. Davon profitieren Einkaufszentren, Cafés und Eisdielen, während stark versiegelte Stadtzentren ohne Grün und Schatten an Attraktivität verlieren“_, fasst RAINER WILL, Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbandes, die Ergebnisse zusammen.
SO HÄLT SICH ÖSTERREICH WÄHREND DER HITZEWELLE KÜHL
Und wie machen Herr und Frau Österreicher sich die heißen Sommertage zu Hause erträglich? Hier die TOP-10-LISTE DER BELIEBTESTEN AKTIVITÄTEN UND MASSNAHMEN WÄHREND EINER HITZEWELLE:
* Kühle, alkoholfreie Getränke trinken: 56%
* Körperliche Anstrengungen vermeiden: 41%
* Kühle Orte wie Keller, Wald oder klimatisierte Gebäude aufsuchen: 36%
* Ventilator zu Hause nutzen: 34%
* Badesee oder Freibad besuchen: 33%
* Eis oder Frozen Yoghurt genießen: 32%
* Klimaanlage zu Hause einschalten: 19%
* Im eigenen Swimmingpool abkühlen: 18%
* Café, Lokal oder Eisdiele besuchen: 15%
* Kühle, alkoholische Getränke trinken: 14%
URLAUBSZEIT IST SHOPPINGZEIT: 44% KAUFEN AUF REISEN EIN
Sommer bedeutet für viele Menschen weit mehr als Erholung. Zwei Drittel der Bevölkerung haben heuer bereits einen URLAUB im In- oder Ausland verbracht bzw. noch eine Reise geplant. Wer verreist, nimmt sich auch Zeit zum Bummeln und Einkaufen. 44% nutzen Reisen gerne auch zum SHOPPEN, die Pro-Kopf-Ausgaben dafür liegen heuer im Schnitt bei 285 EURO.
_„Shopping gehört für fast die Hälfte der Reisenden zum Urlaubserlebnis dazu. Davon profitieren Geschäfte, regionale Produzenten und die Innenstädte der Urlaubsregionen. Gleichzeitig zeigt sich, wie entscheidend attraktive, klimafitte Einkaufsräume für die Frequenz im stationären Handel sind“_, so WILL.
KLIMAGERECHTE INNENSTÄDTE: HV FORDERT MEHR GRÜN, WASSER UND SCHATTEN
Angesichts häufigerer und intensiverer Hitzeperioden spricht sich der Handelsverband für eine stärkere Ausrichtung der STADTENTWICKLUNG auf die Folgen des Klimawandels aus. Hitzewellen führen nachweislich zu deutlich SINKENDEN BESUCHERZAHLEN in Stadt- und Ortskernen. Begrünte Flächen, schattenspendende Bäume, Trinkbrunnen, Wasserangebote, Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten erhöhen die Aufenthaltsqualität und helfen, sogenannte „Urban Heat Islands“ zu entschärfen.
_„Unsere Innenstädte müssen auch an heißen Tagen Orte bleiben, an denen die Menschen gerne flanieren, einkaufen, Kaffee trinken oder ein Eis genießen. Dafür brauchen wir mehr Grün, Wasser und Schatten. Gleichzeitig muss die optimale Erreichbarkeit der Stadtzentren mit allen Verkehrsmitteln gewährleistet bleiben. Klimafitte Stadtentwicklung und wirtschaftliche Belebung müssen Hand in Hand gehen“_, appelliert Handelssprecher RAINER WILL an die Politik.
In vielen Gemeinden hat dieses UMDENKEN bereits begonnen. Zahlreiche Konzepte für den klimafitten Umbau von Stadtzentren liegen vor, in Wien läuft beispielsweise die zweite Phase der Umgestaltung und BEGRÜNUNG DER FAVORITENSTRASSE. Vielerorts fehlen allerdings die personellen und finanziellen Ressourcen für die Umsetzung.
Der Handelsverband plädiert daher für gezielte Förderprogramme sowie für eine frühzeitige Einbindung der Anrainer und der lokalen Wirtschaftstreibenden. Nur gemeinsam können Maßnahmen entstehen, die sowohl das Stadtklima als auch Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und Handelsfrequenz nachhaltig verbessern.
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