
PVÖ zu Wifo-Chef Felbermayr: „Bonus-Malus-System ist der richtige Ansatz – jetzt muss die Politik liefern“
Pensionistenverband erneuert gemeinsame Forderung mit Mayrhuber und Korosec – NEOS betreiben unterdessen weiter Pensionsbashing statt Problemlösung.
Zu den heutigen Aussagen von Wifo-Chef Gabriel Felbermayr in der ORF-„Pressestunde“, der neuerlich eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters auf 67 Jahre sowie dessen Kopplung an die Lebenserwartung gefordert hat, hält der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) fest: „Das faktische Pensionsantrittsalter liegt in Österreich nach wie vor deutlich unter dem gesetzlichen, und die Arbeitslosigkeit ab 60 ist besonders hoch. Eine höhere Zahl ins Gesetz zu schreiben, ohne dass die Menschen überhaupt bis dorthin gesund und ungehindert arbeiten können, geht an der Realität älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorbei“, so PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer.
Zugleich begrüßt der PVÖ, dass Felbermayr ein Bonus-Malus-System für Betriebe ausdrücklich als „insgesamt gute Idee“ bezeichnet und damit erstmals auch die Arbeitgeber-Seite stärker in die Verantwortung nimmt. „Genau das fordern wir seit Jahren – und genau das haben wir erst vor wenigen Tagen gemeinsam mit der Vorsitzenden der Alterssicherungskommission, Christine Mayrhuber, und der Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec, bei unserer Pressekonferenz bekräftigt. Wenn nun auch der Wifo-Chef in diese Richtung denkt, ist es höchst an der Zeit, dass die Politik dieses Modell rasch umsetzt, statt die Debatte einseitig auf ein höheres Antrittsalter zu verengen“, so Gerstorfer.
BONUS-MALUS-SYSTEM STATT EINSEITIGER BELASTUNG DER BESCHÄFTIGTEN
Unabhängiger Pensionistenverband Österreichs
Generalsekretär Christian Rösner, MSc
E-Mail: christian.roesner@pvoe.at
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